ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2009Kolonografie: Gutes didaktisches Konzept

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Kolonografie: Gutes didaktisches Konzept

Mühlenbruch, Georg

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Aus einer auf diesem Gebiet klinisch wie wissenschaftlich aktiven Arbeitsgruppe in Wien stammt dieses lehrreiche und illustrative Buch, das sich auf 156 Seiten mit 428 Abbildungen mit der CT-Kolonografie, auch virtuelle Koloskopie genannt, auseinandersetzt.

Das Buch gliedert sich in einen methodischen und einen diagnostischen Teil. Basierend auf den eigenen Erfahrungen und abgeglichen mit den Leitlinien der einschlägigen Fachgesellschaften (etwa ACG, ESGAR) werden dem Leser alle wichtigen Punkte der Patientenaufklärung, -vorbereitung, technischen Durchführung, Auswertung, Interpretation und letztendlich Verfassen des Befunds der CT-Kolonografie vermittelt. Das gute didaktische Konzept wird durch inhaltliche Zusammenfassungen in Form von Kästen und Tabellen jeweils am Ende zahlreicher (Unter-)Kapital abgerundet. Das verwendete 2-D- und 3-D-Bildmaterial ist vorbildlich umfangreich und von durchweg hoher Qualität.

Wünschenswert wäre eine umfangreichere und etwas kritischere Darstellung der verschiedenen Indikationen der CT-Kolonografie vor allem zu Beginn des Buches gewesen; am Anfang werden die wichtigen Indikationen nur kurz angerissen, und der eigentliche Stellenwert der CT-Kolonografie als Screeningverfahren für die Darm­krebs­früh­erken­nung wird zum Beispiel erst auf den letzten Seiten erläutert. Eine Diskussion des Stellenwerts der MR-Kolonografie wäre ebenfalls eine gute Ergänzung für die nächste Auflage, nimmt diese doch mittlerweile eine zentrale Rolle in der bildgebenden Diagnostik chronisch-entzündlicher Darm­er­krank­ungen ein.

Das Buch ist als Pflichtlektüre für jeden Radiologen zu bezeichnen, der sich auf dem Gebiet der virtuellen Koloskopie betätigen möchte, und auch erfahrene Befunder werden Tipps und Tricks zur Verbesserung der Untersuchung und zur Vermeidung von Fallgruben bekommen. Auch für den geneigten Gastroenterologen stellt das Werk eine wichtige Informationsquelle dar. Georg Mühlenbruch
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