ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2009Hausnotruf: Wohlfahrtsverbände gründen Initiative

BERUF

Hausnotruf: Wohlfahrtsverbände gründen Initiative

EB

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LNSLNS Menschen sollen länger zu Hause leben können.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser Hilfsdienst, der Arbeiter-Samariter-Bund, das Deutsche Rote Kreuz, die Volkssolidarität, BeWo und Sonotel haben gemeinsam die Initiative Hausnotruf gegründet. Die Unternehmen Bosch, NEAT und Tunstall unterstützen die Aktion. Damit mehr Menschen länger in den eigenen vier Wänden leben können, will die Initiative die Öffentlichkeit über den Nutzen des Hausnotrufs aufklären (Informationen im Internet: www. initiative-hausnotruf.de).

Neun von zehn älteren Menschen sind nicht pflegebedürftig und leben in Privathaushalten. Mit zunehmendem Alter schränken jedoch Einbußen der sensorischen, geistigen und körperlichen Fähigkeiten die selbstständige Lebensführung allmählich ein. Der Hausnotruf soll ein sicheres, selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden unterstützen. Ein Druck auf den Funkfinger, den man als Kette, als Armband oder im Uhrenformat tragen kann, genügt, um die Einsatzzentrale zu alarmieren. Diese schickt je nach Situation Kontaktperson, Bereitschaftsdienst oder Notdienst auf den Weg.

In Deutschland sind bislang nur zwei Prozent der über 65-Jährigen an den Hausnotruf angeschlossen. In Großbritannien und den skandinavischen Ländern sind es bis zu 16 Prozent, und die Kosten werden – anders als hierzulande – generell ab einem Alter von 65 Jahren übernommen. In Deutschland muss die Einrichtung des Hausnotrufs hingegen selbst finanziert werden. EB
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