ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2009Was die Werte HbA0 und HbA1c bedeuten

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Was die Werte HbA0 und HbA1c bedeuten

Dtsch Arztebl 2009; 106(17): A-806 / B-687 / C-671

Scherbaum, Werner A.

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LNSLNS Die Bestimmung der Glucosekonzentration im Blut ist nur eine Momentaufnahme zur Beurteilung des Glucosespiegels im Nüchternzustand oder nach dem Essen.

Die Bestimmung von glykiertem Hämoglobin (HbA1c) erlaubt dagegen eine retrospektive Abschätzung der Glykämie, bei der mittlere Blutglucosekonzentrationen über Zeiträume von mehreren Wochen integriert werden. Die Halbwertszeit der Hämoglobine wird durch die Erythrozytenlebenszeit bestimmt, die 100 bis 120 Tage beträgt.

Das Ausmaß der Glykierung hängt neben der Lebensdauer des Hämoglobins im Wesentlichen von Ausmaß und Dauer der Hyperglykämie des Diabetikers ab. Die Glykierung ist eine irreversible Reaktion. Ausgangsprodukt ist v. a. das native (unglykierte) HbA0 (a2/b2). Durch Glykierung der b-Kette des Hb mit verschiedenen Kohlenhydraten entstehen die Unterfraktionen HbA1a1, Hb1a2, HbA1b und HbA1c. Die Summe dieser Unterfraktionen wird HbA1 bezeichnet.

Die größte Fraktion der glykierten Hämoglobine ist HbA1c, bei dem am N-terminalen Ende der b-Kette Glucose irreversibel angebunden ist. Dieses HbA1c ist die Basis für das Referenzmessverfahren und für die Kalibrierung, wie sie die Arbeitsgruppe der International Federation of Clinical Chemistry (IFCC) erarbeitet hat.
Werner A. Scherbaum

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