ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2009Weiterbildung zum Hausarzt: Vorläufig bleibt es beim alten Titel

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Weiterbildung zum Hausarzt: Vorläufig bleibt es beim alten Titel

Dtsch Arztebl 2009; 106(17): A-794 / B-678 / C-662

Korzilius, Heike

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„Facharzt für Allgemeinmedizin“ steht weiterhin auf den Urkunden der Hausärzte. Foto: Barbara Krobath
„Facharzt für Allgemeinmedizin“ steht weiterhin auf den Urkunden der Hausärzte. Foto: Barbara Krobath
Ärzte, die eine Weiterbildung im 2003 neu geschaffenen Gebiet Innere und Allgemeinmedizin abgeschlossen haben, erhalten auch weiterhin eine Urkunde mit dem Titel „Facharzt für Allgemeinmedizin“. Das hat der Vorstand der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) beschlossen. Der Grund dafür ist nach Angaben der BÄK eine Anfrage der Europäischen Kommission. Diese moniert, dass der neue Titel „Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin“ auf europäischer Ebene nicht notifiziert ist. Das kann erst dann geschehen, wenn alle 16 Bundesländer die Weiterbildungsnovelle einheitlich umgesetzt haben. Dagegen haben sich aber die Ärztekammern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern entschieden. Sie wollen den „Facharzt für Allgemeinmedizin“ beibehalten.

Zum Hintergrund: Mit der Einführung des Gebiets „Innere und Allgemeinmedizin“ im Rahmen der Novellierung der (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung im Jahr 2003 wurde die Bezeichnung „Facharzt für Allgemeinmedizin“ in „Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin“ umbenannt. Bis die 17 Lan­des­ärz­te­kam­mern die Novelle einheitlich umgesetzt haben, sollte eine Übergangsregelung gelten: Die Kammern stellen Urkunden mit dem neuen Titel aus, bis zur Notifikation auf EU-Ebene ist aber nur der alte führungsfähig. Dieses Vorgehen war mit der EU-Kommission abgestimmt worden.

Die Beschwerde eines Arztes hat jetzt zu der neuen Anfrage der Kommission geführt. Der Vorstand der BÄK hat sich deshalb für eine pragmatische Lösung entschieden und kehrt das bisher in den Lan­des­ärz­te­kam­mern praktizierte Verfahren um. Wird der „Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin“ aber in Brüssel verbindlich gelistet, werden die Urkunden der Absolventen der neuen Weiter­bildungs­ordnung umgeschrieben. HK
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