ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2009Anzeigenkampagne: KVen kritisieren das Ge­sund­heits­mi­nis­terium

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Anzeigenkampagne: KVen kritisieren das Ge­sund­heits­mi­nis­terium

EB

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LNSLNS Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein und die KV Baden-Württemberg haben eine Kampagne des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums (BMG) zur Honorarreform kritisiert. In mehreren Tageszeitungen hatte das Ministerium Anzeigen geschaltet, in denen von großen Verdienstzuwächsen bei Ärzten die Rede war. Mit teuren Anzeigen versuche das Ministerium, die gescheiterte Honorarreform schönzureden und die Verantwortung dafür den Kassenärztlichen Vereinigungen anzulasten, hieß es in einer Erklärung der KV Nordrhein.

„Doch das BMG irrt, wenn es meint, damit erfolgreich sein zu können“, kommentierte der KV-Vorsitzende, Dr. med. Leonhard Hansen, diesen „kostspieligen Rechtfertigungsversuch“. Die Fakten sprächen eine andere Sprache. Von den rund 14 000 niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in Nordrhein verlören rund 55 Prozent Honorar, fast jeder siebte sogar 15 Prozent und mehr. Das zeigten Hochrechnungen der KV Nordrhein, die die Umsätze des ersten Quartals 2009 mit denen des Vorjahreszeitraums verglichen.

Auch der Vorstandsvorsitzende der KV Baden-Württemberg, Dr. med. Achim Hoffmann-Goldmayer, kritisierte, das Ge­sund­heits­mi­nis­terium brüskiere mit der steuerfinanzierten Anzeigenkampagne die Vertragsärzte in Baden-Württemberg. Denn es gebe dramatische Verluste in allen Fachgruppen, teilweise in zweistelliger Höhe. „Dies ist die Folge der politisch und gesetzlich vorgegebenen Zentralisierung beim Honorar“, erklärte Hoffmann-Goldmayer. EB
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