ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2009Weiterbildung: Nichts Neues
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Es ist begrüßenswert, dass Umfragen zur Qualität der Weiterbildung nun auch in Deutschland erfolgen . . . Wesentlich erscheint uns darauf hinzuweisen, dass hiermit eine Bestandsaufnahme von bereits Bekanntem erfolgt, notwendige Maßnahmen somit noch immer nicht ergriffen werden. Auch das Thema ist nicht neu. Bereits 2006 haben Siebolds et al. – einen Schritt weitergehend – im DÄ 42/2006 auf notwendige Maßnahmen hingewiesen . . . Es steht zu befürchten, dass die bereits entwickelten strukturierten Weiterbildungsprogramme bis zu ihrem Einsatz noch warten müssen, da die Evaluationsphase der Landesärztekammern und die aus den Ergebnissen abgeleiteten Maßnahmenkataloge – wenn es überhaupt so weit kommen wird – vermutlich noch einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen werden. Während in Deutschland also gerade erst mit Evaluationen zur Qualität ärztlicher Weiterbildung begonnen wird, ist man im angloamerikanischen Sprachraum bereits seit Langem einen Schritt weiter und kann auf in praxi angewendete Maßnahmenkataloge zur operationalisierten ärztlichen Weiterbildung zurückblicken. Dabei wurde die Grundlage für ähnliche Maßnahmen bereits durch den inhaltlich neu konzipierten § 8 der landesspezifischen Weiterbildungsordnungen, der auf Transparenz und Darlegungsfähigkeit in der Weiterbildung abhebt, in Deutschland längst geschaffen.

Priv.-Doz. Dr. med. André-Michael Beer, M. Sc., Lehrbereich Naturheilkunde und Gesundheitsprävention, Ruhr-Universität Bochum,
Universitätsstraße 150, 44801 Bochum

Dr. med. Paul Kiwitt, M.Sc., Neurologische Klinik, Evangelisches und Johanniter Klinikum Niederrhein gGmbH, Fahrner Straße 133, 47169 Duisburg
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