ArchivDeutsches Ärzteblatt10/1996Rote Liste: Vierer-Zweckbund

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Rote Liste: Vierer-Zweckbund

Dauth, Sabine

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LNSLNS Wenn Gruppen rivalisieren, aber andererseits aufeinander angewiesen sind, dann wechseln sich häufig Kämpfe mit Zweckbündnissen ab. Jüngstes Beispiel: Die Rote Liste 1996. Im vergangenen Jahr brachte der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) ein abgespecktes Exemplar heraus. Vor allem viele Generica fehlten, weil es mit dem Verband aktiver Pharmaunternehmen (VAP) zu keiner Einigung kam.
Nun sind die Details der Herausgeberschaft immer noch nicht bis ins Detail geklärt. Aber wie auch immer: Die jüngste Liste wird verbreitet als Produkt von BPI, VAP, dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) und dem Bundesfachverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH). Letzterer vertritt Firmen, die Präparate zur Selbstmedikation anbieten.
Das aktuelle Kompendium umfaßt 8 888 Präparate mit 11 714 Darreichungsformen und 28 334 Preisangaben von 482 pharmazeutischen Unternehmen. Etwa 1 400 Fertigarzneimittel sind gegenüber 1995 dazugekommen. Der Versand an Ärzte, Apotheker sowie Heilpraktiker soll Ende März abgeschlossen sein. Jedem berufstätigen Arzt steht ein unentgeltliches Exemplar zu. Wer leer ausgegangen ist, kann sich an den Editio Cantor Verlag wenden (PF 1255, 88322 Aulendorf, Telefon 0 75 25/ 94 00, Fax 94 01 47).
Nach Angaben von Hildegard Dootz, bei der BPI Service GmbH zuständig für die Rote Liste, liegt die Auflage nun bei 265 000 Freiexemplaren. Im letzten Jahr war die Liste vergriffen. Rein rechnerisch wird es auch 1996 nicht reichen: Nach den Statistiken (Stand: Ende 1994) sind rund 267 000 berufstätige Ärztinnen und Ärzte gemeldet, dazu rund 48 000 Apothekerinnen und Apotheker. Gegen Entgelt liegt die Liste aber auch als PC-Version auf Disketten oder CD-ROM vor. Die Daten werden zudem in elektronischen Publikationen angeboten. Außerdem wurden sie lizenzfrei an Softwarehäuser zum Implementieren in Apotheken- oder Arztpraxisverwaltungssysteme abgegeben. Wer Fragen hat, kann sich an den Editio Cantor Verlag wenden oder an Hildegard Dootz vom BPI (Telefon 0 69/25 56-12 91). th
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