ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2009Therapie depressiver Erkrankungen: Ergänzungen
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LNSLNS Zu dem ausgezeichneten, kompakten und aktuellen Fortbildungsartikel erlaube ich mir folgenden Hinweis:

- Lithium, so wird richtig gesagt, ist zur Rezidivprophylaxe bei unipolarer Depression wirksam. Seine Indikation insbesondere für Patienten mit vorangegangenen Suizidversuchen wird jedoch wesentlich unterstützt durch die nur für Lithium bislang in zahlreichen Untersuchungen belegte Wirksamkeit in der Verhinderung suizidaler Handlungen und Senkung der Exzessmortalität depressiver Patienten (1).
- Bei den „Unterstützenden Verfahren“ wäre ein Hinweis nützlich, dass nicht nur aktivierende, sondern auch relaxierende körpertherapeutische Verfahren wie geeignete und wissenschaftlich untersuchte Massagetechniken sehr deutliche antidepressive Effekte besitzen (2, 3).
DOI: 10.3238/arztebl.2009.0319b


Prof. Dr. med. Bruno Müller-Oerlinghausen
Bartningallee 11–13
10557 Berlin
E-Mail: bruno.mueller-oerlinghausen@web.de

Interessenkonflikt
Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.
1.
Bauer M, Whybrow PC, Angst J, Versiani M, Möller HJ: Biologische Behandlung unipolarer depressiver Störungen. Behandlungsleitlinie der World Federation of Societies of Biological Psychiatry (WFSBP). Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 2004.
2.
Moyer CA, Rounds J, Hannum JW: A meta-analysis of massage therapy research. Psychol Bull 2004; 130: 3–18.
3.
Müller-Oerlinghausen B, Berg C, Scherer P, Mackert A, Moestl HP, Wolf J: Wirkungen einer „Slow Stroke“-Massage als komplementäre Therapie bei stationären depressiven Patienten. DMW 2004; 129: 1363–8.
4.
Bschor T, Adli M: Treatment of depressive disorders. [Therapie depressiver Erkrankungen.] Dtsch Arztebl Int 2008; 105(45): 782–92.
1. Bauer M, Whybrow PC, Angst J, Versiani M, Möller HJ: Biologische Behandlung unipolarer depressiver Störungen. Behandlungsleitlinie der World Federation of Societies of Biological Psychiatry (WFSBP). Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 2004.
2. Moyer CA, Rounds J, Hannum JW: A meta-analysis of massage therapy research. Psychol Bull 2004; 130: 3–18.
3. Müller-Oerlinghausen B, Berg C, Scherer P, Mackert A, Moestl HP, Wolf J: Wirkungen einer „Slow Stroke“-Massage als komplementäre Therapie bei stationären depressiven Patienten. DMW 2004; 129: 1363–8.
4. Bschor T, Adli M: Treatment of depressive disorders. [Therapie depressiver Erkrankungen.] Dtsch Arztebl Int 2008; 105(45): 782–92.

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