ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2009Therapie depressiver Erkrankungen: Schlusswort
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LNSLNS Opipramol ist lediglich für die Behandlung von generalisierten Angsterkrankungen und somatoformen Störungen zugelassen. Eine Empfehlung zur Depressionsbehandlung im Rahmen eines CME-zertifizierten Weiterbildungsartikels kommt daher nicht in Betracht. Eine generelle Empfehlung gegen trizyklische Antidepressiva können wir unserem Artikel nicht entnehmen und dies entspräche auch nicht unserer Intention. Den ausgesprochenen Rat von Herrn Leutgeb einer primären Kombinationsbehandlung aus zwei Antidepressiva, zumal explizit bei älteren Patienten, teilen wir nicht.

Herrn Müller-Oerlinghausen danken wir für die ergänzenden Hinweise.

Wir begrüßen den Hinweis von Herrn Schulz auf das neue Cochrane-Review zu Johanniskraut. Wie im Deutschen Ärzteblatt abgedruckt, wurde unser Manuskript im Juni 2008 eingereicht. Das Cochrane-Review erschien erst im Oktober 2008. Den Vorwurf eines gezielten Verschweigens weisen wir zurück.

Wir danken Herrn Schauenburg für die ergänzenden Ausführungen. Die Psychotherapie wird in unserem Artikel auf fast anderthalb Seiten behandelt, sodass uns der Vorwurf der beiläufigen Darstellung nicht ganz nachvollziehbar ist. Die Grafik stellt einen Therapiealgorithmus ausschließlich für die Somatotherapie der Depression dar. Wir stimmen zu, dass dies in der Beschriftung der Abbildung hätte besser kenntlich gemacht werden sollen. Auf die Bedeutung der therapeutischen Beziehung für die Psychotherapie geht unser Artikel genauer im Abschnitt „Psychotherapie“ ein. Die von Herrn Waldmann herausgegriffene Passage entstammt hingegen dem Abschnitt „Grundsätzliches Vorgehen“, in dem in der Tat eine zunächst allgemeinere Darstellung beabsichtigt war.

Herr Leichsenring zitiert uns nicht zutreffend. Unsere Kritik bezüglich des Einschlusses von Patienten mit verschiedenen Diagnosen (nicht nur Depressionen) in Metaanalysen und Übersichtsarbeiten zu tiefenpsychologischer und psychoanalytischer Psychotherapie bezieht sich nur auf seine Arbeit von 2005, jedoch nicht, wie von ihm in seinem Leserbrief behauptet, auf seine Arbeit von 2001. Sein Review aus dem Jahr 2005 umfasst neben depressiven Erkrankungen Angsterkrankungen, posttraumatische Belastungsstörungen, somatoforme Störungen, Bulimia nervosa und Anorexia nervosa, Borderline und andere Persönlichkeitsstörungen sowie Substanzabhängigkeit/-missbrauch. DOI: 10.3238/arztebl.2009.0322


PD Dr. med. Tom Bschor
Jüdisches Krankenhaus Berlin
Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie
Heinz-Galinski-Straße 1
13347 Berlin
E-Mail: bschor@jkb-online.de

Interessenkonflikt
PD Dr. med. Bschor erhält Vortragshonorare von Sanofi Aventis, Lilly esparma, GlaxoSmithKline, Pfizer und Astra Zeneca. Dr. med. Adli gibt Forschungsgrants vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und von folgenden Firmen an: Pharmaria, Pfizer, Lilly, Janssen-Cilag und Wyeth. Er erhält Honorare von Astra Zeneca, Lilly, Boehringer-Ingelheim, GlaxoSmithKline, Pfizer, Sanofi Aventis Wyeth und Cyberonics.
1.
Bschor T, Adli M: Treatment of depressive disorders. [Therapie depressiver Erkrankungen.] Dtsch Arztebl Int 2008; 105(45): 782–92.
1. Bschor T, Adli M: Treatment of depressive disorders. [Therapie depressiver Erkrankungen.] Dtsch Arztebl Int 2008; 105(45): 782–92.

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