ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2009Bundesstiftung: Kampf gegen Kindesmissbrauch

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Bundesstiftung: Kampf gegen Kindesmissbrauch

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Foto: vario images
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Die Zahl der Missbrauchsfälle von Kindern könnte nach Ansicht von Experten deutlich gesenkt werden. Hierzu müssten Ärzteschaft, Hebammen, Pädagogen und Vertreter der Jugendhilfe besser zusammenarbeiten. Diese Auffassung vertraten die Initiatoren der „Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft“ bei der Eröffnung der Geschäftsstelle Ende April in Düsseldorf. „Wir möchten dem Kindesmissbrauch vorbeugen, indem wir eine bundesweite Kooperation aller Institutionen anstreben und somit Informationslücken schließen“, sagte Ingolf Rascher, Gesundheitsökonom und Vorstandsmitglied der Stiftung.

Ziel ist es, potenzielle Risikogruppen, bei denen eine Gefahr der Kindesmisshandlung besteht, möglichst früh zu ermitteln. Zu diesem Zweck wurde ein Testbogen entwickelt, den werdende Mütter auf freiwilliger Basis beim Arztbesuch ausfüllen können. „Einer Kindeswohlgefährdung könnte durch gezielte Hilfe in den Risikofamilien bereits pränatal vorgebeugt werden“, betonte Dr. med. Peter Potthoff vom Berufsverband der Frauenärzte.

Auch an der politischen Diskussion möchte sich die Stiftung beteiligen. „Kinderärzte investieren viel Zeit für sozialpädiatrische Arbeit. Dieser Aufwand sollte in Zukunft bei den Krankenkassen geltend gemacht werden können“, forderte der Vorstandsvorsitzende der „Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft“, Dr. med. Wilfried Kratzsch. FT
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