ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2009Reha: Geltendes Recht mit Füßen getreten
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Ich muss Frau Caspers-Merk entschieden widersprechen. Als akutgeriatrische Fachabteilung spüren wir das Umdenken der Krankenkassen seit Anfang des Jahres in ganz massiver Form. Reha-Anträge, für Patienten gestellt, die in aller Regel vor Eintritt der Akuterkrankung selbstständig und ohne Inanspruchnahme von Pflegeleistungen zu Hause lebten und ein gutes bis sehr gutes Rehapotenzial aufweisen – oder anders gesagt – die jegliche Kriterien für eine erfolgreiche Rehabilitation erfüllen, werden entweder unter fadenscheinigen oder ganz ohne Angabe von Gründen abgewiesen. Auch die Widersprüche von uns oder den Patienten, die früher in einigen Fällen noch Erfolg zeigten, wurden seit Januar mit einer Rate von 100 Prozent abgelehnt. Dies betrifft insbesondere die Patienten der AOK Plus. Hier wird vorsätzlich geltendes Recht mit Füßen getreten, weil man genau weiß, dass sich die älteren Menschen nicht wehren können beziehungsweise dass alle Messen gelesen sind, bis eine eventuelle Gerichtsentscheidung greifen würde.
Dr. med. Jörg Hofmann, Freirodaer Straße 10, 04159 Leipzig
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