ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2009Roland Bersdorf: Dankbarer Klinikchef

PERSONALIEN

Roland Bersdorf: Dankbarer Klinikchef

Rabbata, Samir

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Roland BersdorfFoto: Gemeinnützige Aktiengesellschaft Havelhöhe
Roland Bersdorf
Foto: Gemeinnützige Aktiengesellschaft Havelhöhe
Aus der Traum vom Eigenheim, vom neuen Auto oder von der Einbauküche – die Finanzkrise hat in den vergangenen Monaten fast jeden Aktionär getroffen und Hoffnungen auf üppige Dividenden oder Kursgewinne zunichtegemacht. Wohl dem, der mit seinen Wertpapieren ohnehin kein Geschäft machen wollte. Zu ihnen zählen Patienten des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe in Berlin-Spandau. Mit dem Kauf von nicht handelbaren Aktien helfen sie dem Haus, aus einer finanziellen Notlage herauszukommen, wie Klinikgeschäftsführer Dr. med. Roland Bersdorf berichtet.

Zum Hintergrund: Seit 1995 durfte die Klinik das Krankenhausgrundstück unentgeltlich nutzen. Doch nun will der Berliner Senat das Gelände verkaufen und verlangt einen zweistelligen Millionenbetrag. Das Haus entschied sich für ein Finanzierungsmodell, wie man es bisher vor allem von Tierparks kennt. Man gründete eine Gemeinnützige Aktiengesellschaft und schrieb Tausende ehemalige Patienten an. „Wir haben bis Mitte März Aktien im Wert von 766 000 Euro an Patienten und Mitarbeiter verkauft“, teilte Bersdorf im Berliner Tagesspiegel mit. Nun sei das Eigenkapital vorhanden, um den Kauf mit einem Bankkredit zu finanzieren. „Wir sind unseren Unterstützern sehr dankbar.“

Das Geld kommt von 1 700 Patienten und Mitarbeitern, die die künstlerisch gestalteten Wertpapiere für 100 Euro pro Stück gekauft haben. Ob die Mittel reichen, wird sich zeigen. Noch müssen sich die Klinik und der zuständige Liegenschaftsfonds über den Kaufpreis für das Gelände einigen. Samir Rabbata
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema