ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2009Malaria: Neue Medikamente durch Kooperationen

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Malaria: Neue Medikamente durch Kooperationen

Dtsch Arztebl 2009; 106(19): A-906 / B-776 / C-752

Rieser, Sabine

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Zehn neue Malariamittel stehen vor der Zulassung. Foto: VISUM
Zehn neue Malariamittel stehen vor der Zulassung. Foto: VISUM
Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) hat sich aus Anlass des Weltmalariatages am 25. April zuversichtlich gezeigt, dass es bald neue Arzneimittel gegen die Tropenkrankheit geben wird. „Forschende Pharmafirmen erproben zehn neue Malariamedikamente in klinischen Studien oder haben sie schon zur Zulassung eingereicht“, erklärte VFA-Hauptgeschäftsführerin Cornelia Yzer. An weiteren 14 Projekten werde gearbeitet.

Yzer verwies zudem darauf, dass etliche Unternehmen mit öffentlichen Einrichtungen, akademischen Forschungsinstituten oder Stiftungen kooperierten. Beispiele dafür sind die „Drugs for Neglected Diseases Initiative“ und „Medicines for Malaria Venture“ (MMV). MMV-Direktor Dr. med. Jörg Möhrle betonte bei einer VFA-Veranstaltung, dass es nach wie vor notwendig sei, die pharmazeutische Industrie für Medikamente zu interessieren, die für sie nicht lukrativ sind. Schließlich seien von 1975 bis 1999 zwar knapp 1 400 neue Arzneimittel auf den Markt gebracht worden, jedoch nur 13 zur Behandlung vernachlässigter Krankheiten.

Möhrle forderte, nicht mit den Forschungsanstrengungen nachzulassen. Im Fall von Malaria gebe es relativ rasch Resistenzen gegen Medikamente, es sei zu lange nicht in die Entwicklung neuer Wirkmechanismen investiert worden, und es fehlten Substanzen zur Behandlung schwerer Verlaufsformen.

Initiativen wie MMV sammeln staatliche und Stiftungsgelder. Sie motivieren die Industrie zur Unterstützung und bringen geeignete Projekte in Zusammenarbeit mit möglichst vielen Partnern auf den Weg (DÄ, Heft 17/2009). Rie
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