ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2009KV-System: Rückbesinnung
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Ich fühle mich schon lange nicht mehr als Freiberufler. Ich fühle mich verwaltet von Politik, ärztlicher Selbstverwaltung und Krankenkassen. Zwangsmitgliedschaft und Planwirtschaft sind an die Stelle des freien Leistungsangebots getreten. Wir alle haben dieses System mitgetragen. Wir sind verantwortlich dafür, ob wir dieses System weiter beibehalten und fördern wollen oder ob wir an einem Punkt angekommen sind, an dem es notwendig ist, innezuhalten und sich neu zu entscheiden. Partnerschaften können auch enden. Vor allem dann, wenn sie zu einer Schieflage geführt haben. Sollten wir uns nicht darauf zurückbesinnen, dass wir Freiberufler sind? Sollten wir nicht anfangen, wie Freiberufler zu handeln? Jeder Dienstleister bietet seine Leistungen an. Ist die Leistung erbracht, dann wird abgerechnet. Wir haben eine Gebührenordnung für Ärzte. Wir könnten mit jedem, der unsere Leistung in Anspruch nimmt, offen abrechnen. Was der Betreffende dann mit dieser Rechnung anfängt, dafür müssen wir uns nicht verantwortlich fühlen. Jeder Patient müsste sich darum kümmern, wie er sich versichert und in welcher Höhe er die Kosten, die er verursacht, von seiner Versicherung zurückerstattet bekommt . . .
Dr. med. Wolfgang Weck, Hölderlinstraße 2, 97980 Bad Mergentheim
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