ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2009Andreas Botzlar: Bewährungsprobe Rentenversicherung

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Andreas Botzlar: Bewährungsprobe Rentenversicherung

Flintrop, Jens

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Andreas Botzlar Foto: Marburger Bund
Andreas Botzlar Foto: Marburger Bund
Es waren die Streikaktionen des Marburger Bundes (MB) im Jahr 2006 und dabei vor allem die Großkundgebungen, die Dr. med. Andreas Botzlar (41) über Bayern hinaus bekannt gemacht haben. Bei der Ärztegewerkschaft hatte man schnell das rhetorische Talent des Klinikumssprechers der Ludwig-Maximilians-Universität München erkannt und wollte dieses nutzen. Deshalb sollte der Chirurg mit der markanten Stimme und der Vorliebe für historisch geprägte Reden bei möglichst vielen Anlässen helfen, die Ärztinnen und Ärzte für den MB-Arbeitskampf zu mobilisieren – letztlich mit Erfolg, wie man heute weiß.

Im November 2007 wurde Botzlar dann zum 2. Vorsitzenden des MB gewählt. In dieser Funktion ist er jetzt federführend in der Tarifauseinandersetzung mit der Deutschen Rentenversicherung. Nachdem sich die Rentenversicherung lange geweigert hatte, mit dem MB über einen Ärzte-Tarifvertrag zu verhandeln, ist inzwischen Bewegung in die Sache gekommen. Am 30. April wollten sich die beiden Parteien in Frankfurt am Main zu Sondierungsgesprächen treffen (nach Redaktionsschluss dieses Heftteils). Die seit Ende Februar andauernden Streiks bei der Rentenversicherung ruhten deshalb.

Wenn es zu Tarifverhandlungen kommt, wird Botzlar mit seiner ruhigen und sachlichen Art dazu beitragen, dass es ein guter Abschluss für die Ärzte wird. Es ist seine Bewährungsprobe. Jens Flintrop
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