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LNSLNS Studie belegt Wechelwirkung von Clopidogrel und PPI – Die Gabe von Protonenpumpeninhibitoren (PPI) kann die präventiven Effekte von Clopidogrel bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom vermindern, wie die Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft erneut berichtet. Clopidogrel ist ein Produkt, das in der Leber in seinen aktiven Metaboliten umgewandelt wird. Bei der Umwandlung spielt Zytochrom P450-2C19 (CYP 2C19) eine wichtige Rolle. Die Aktivität von CYP 2C19 und damit die Umwandlung von Clopidogrel kann durch gleichzeitig eingenommene Protonenpumpeninhibitoren gehemmt werden.
Die klinische Relevanz dieser Wechselwirkung konnte jetzt in einer kanadischen Fall­kontroll­studie sowie in einer retrospektiven Kohortenstudie aus den USA gezeigt werden. Bei Patienten, die nach einem akuten Koronarsyndrom mit Clopidogrel behandelt wurden, war das Risiko für ein erneutes kardiovaskuläres Ereignis erhöht, wenn gleichzeitig ein PPI eingenommen wurde. Nicht erhöht war das Risiko in der kanadischen Studie bei Patienten, die Pantoprazol erhielten. Dies kann darauf zurückgeführt werden, dass Pantoprazol als einziger PPI keinen hemmenden Einfluss auf die Aktivität von CYP 2C19 hat. EB
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