ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2009Freie Berufe: Forderungskatalog zur Bundestagswahl

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Freie Berufe: Forderungskatalog zur Bundestagswahl

Gerst, Thomas

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LNSLNS Mit einem Positionspapier zur Bundestagswahl 2009 hat sich der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) zu Wort gemeldet. BFB-Präsident Dr. med. Ulrich Oesingmann stellte in Berlin die freiberuflichen Kernanliegen vor und verband die daraus resultierenden Forderungen an die Politik mit dem Hinweis auf die möglicherweise entscheidende Multiplikatorenfunktion der Angehörigen der freien Berufe. „Jeder Deutsche geht rund 18-mal pro Jahr zum Arzt. Tag für Tag kommen vier Millionen Menschen in die rund 21 600 Apotheken, das sind knapp 190 Bürger pro Apotheke. Diese Kontaktzahl können selbst die tapfersten Wahlkämpfer nicht erreichen.“

Die Stärkung der Freiberuflichkeit im Gesundheitsbereich ist eine zentrale Forderung im BFB-Positionspapier. Sie müsse auch im Interesse des Patientenschutzes erhalten bleiben. Unabdingbare Voraussetzung dafür sei ein selbstverwaltetes Gesundheitswesen, der ungeteilte Sicherstellungsauftrag für die ambulante Versorgung und die Zurückführung der „unerträglich gewordenen Regulierungsdichte“. Zu einem von der Freiberuflichkeit getragenen Gesundheitssystem zähle auch die freie Wahl des Versicherungsschutzes.

Den Gesundheitsfonds betrachtet der BFB als ein staatliches Globalbudget mit der Tendenz zur Unterfinanzierung und zum „staatsmedizinischen Einheitskassensystem“. Stattdessen fordert der BFB eine stärkere Orientierung der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung am medizinischen Versorgungsbedarf der Versicherten mit Stärkung seiner Eigenverantwortung. TG

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