ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2009Randnotiz: Gebühr für Übergewicht

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Randnotiz: Gebühr für Übergewicht

Gieseke, Sunna

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LNSLNS Billig in den Sommerurlaub fliegen – dieses Angebot gilt bald nicht mehr uneingeschränkt. Zumindest nicht mehr für diejenigen, die nicht gerade eine Idealfigur haben.

Billigflieger Ryanair hat abstimmen lassen: 29 Prozent der Reisenden stimmte zu, eine sogenannte Fat Tax einzuführen. Man zahlt dann also nicht nur eine Gebühr für Übergepäck, sondern auch für zu viel Speck auf den Rippen. Weit weniger Menschen (acht Prozent) waren übrigens bereit, eine Gebühr von zwei Euro für mitgebrachtes Essen oder einen Euro für Toilettenpapier zu bezahlen (24 Prozent).

Bei der Umsetzung der Sondergebühr lässt Ryanair erneut abstimmen. Sollen die Menschen mehr zahlen, die einen Body-Mass-Index von mehr als 40 Punkten haben, also als stark übergewichtig gelten? Oder soll der Leibesumfang ausschlaggebend für die höhere Gebühr sein? Männer mit einem Umfang von 115 cm (bei Frauen 101 cm) müssten dann kräftig draufzahlen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Reisenden vor Abflug auf die Waage zu stellen. Dann sollen Männer, die mehr als 130 kg wiegen, pro Kilo einen Zuschlag zahlen, ebenso wie Frauen, die mehr als 100 kg auf die Waage bringen. Man könnte es auch darauf ankommen lassen und eine zusätzliche Gebühr erst dann verlangen, wenn „besonders umfangreiche“ Leute im Flugzeug sitzen und der Komfort der anderen Passagiere durch die Leibesfülle sehr eingeschränkt wird. Wenn also „der Körperumfang des Passagiers beide Armlehnen berührt“.

Ryanair hofft, die Menschen mit diesen Maßnahmen zum Abnehmen und gesünderem Essen animieren zu können.
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