ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2009Ethik: No risk, no burden
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In ihrem Absatz „Fremdnützige Forschung mit nicht einwilligungsfähigen Teilnehmern“ schreiben die Autoren Wiesing und Parsa-Parsi Folgendes: „Mit dem Kriterium minimal risk/minimal burden bei fremdnütziger Forschung an nicht einwilligungsfähigen Patienten hat die Deklaration von Helsinki im letzten Satz des neuen § 27 eine Bedingung aufgenommen . . .“ Mit dieser Entscheidung lässt die Deklaration von Helsinki die Forschung an nicht einwilligungsfähigen, somit behinderten oder zu jungen Menschen zu . . . Das Kriterium müsste eigentlich lauten: „No risk, no burden“, damit die Menschen, die durch ihre geistige Behinderung oder zum Beispiel durch Altersdemenz sowieso schon geschlagen genug sind, nicht noch weiter belastet werden. Bei der geplanten beziehungsweise nicht ausgeschlossenen Forschung soll ein Nutzen, zum Beispiel auch für Gesunde auf Kosten von „Patienten“, also Leidenden erzielt werden. Dies ist auf keinen Fall hinnehmbar. Sowohl die Deklaration von Helsinki als auch die Bioethikkonvention sollten daher dahingehend geändert werden, dass fremdnützige Forschung mit nicht einwilligungsfähigen Teilnehmern strikt unter Strafe gestellt wird.
Elke Fischer
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