ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2009Krebsinformationsdienst: Fundierte Informationen zum Thema Krebs

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Krebsinformationsdienst: Fundierte Informationen zum Thema Krebs

Krüger-Brand, Heike E.

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Bun­des­for­schungs­minis­terin Annette Schavan zu Besuch in der KID-Telefonzentrale Foto: de Andres/DKFZ
Bun­des­for­schungs­minis­terin Annette Schavan zu Besuch in der KID-Telefonzentrale Foto: de Andres/DKFZ
Jährlich gibt es fast 400 000 neue Fälle von Krebserkrankungen in Deutschland. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen sind allgemein verständliche und verlässliche Informationen wichtig. Um dem stetig wachsenden Informationsbedarf gerecht zu werden, wird der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg mit der Unterstützung des Bun­des­for­schungs­minis­teriums (BMBF) zu einem „Nationalen Referenzzentrum für Krebsinformation“ ausgebaut. Als Vorbild dient der US-amerikanische Cancer Information Service des National Cancer Institutes. Das BMBF wird den Krebsinformationsdienst ab 2010 mit jährlich rund 3,3 Millionen Euro fördern.

Mit dem Ausbau zum nationalen Referenzzentrum soll der Dienst in Zukunft bundesweite Fragen von Patienten und Angehörigen sowie – als neues Angebot – auch von Ärzten möglichst umfassend beantworten. Derzeit wird er vor allem im Norden und Osten Deutschlands nur selten in Anspruch genommen. Durch zusätzliche Mitarbeiter sollen künftig 150 000 bis 200 000 Beratungen jährlich durchgeführt werden. Der Telefonservice wird erweitert und ist täglich von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter einer kostenfreien Hotline (08 00/4 20 30 40) erreichbar. „Mit dem Ausbau des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen wir sicher, dass aktuelle Entwicklungen und Daten rund um das Thema Krebs allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern kommuniziert werden und Krebskranke individuelle Informationen und Hilfestellungen erhalten“, sagte Bun­des­for­schungs­minis­terin Annette Schavan.

Seit mehr als 20 Jahren steht KID für die Vermittlung der neuesten Erkenntnisse in der Krebsmedizin und die individuelle Beratung sowie die Vermittlung von Ansprechpartnern und Anlaufstellen für Patienten und deren Angehörige. Der Dienst informiert kostenfrei und neutral per Telefon, E-Mail und im Internet. Durch die institutionelle Förderung kann der Dienst jetzt personell an die gestiegenen Anforderungen angepasst werden, um qualitätsgeprüfte Informationen vermehrt auch für Anfragen von Fachkreisen zur Verfügung zu stellen.

Als Referenzzentrum, das in das Netz der onkologischen Versorgungsangebote integriert ist und als Bindeglied zwischen Forschung und Praxis fungiert, soll der Dienst darüber hinaus die Verbreitung praxisrelevanter Forschungsergebnisse beschleunigen und stärker bundesweit agieren. Zu diesem Zweck soll unter anderem eine Außenstelle am Universitäts-Krebs-Centrum Dresden eingerichtet werden. KBr
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