ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2009Hausarztverträge: Proteste in Nordrhein-Westfalen

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Hausarztverträge: Proteste in Nordrhein-Westfalen

Meißner, Marc

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Kritik an den Kassen: Die Ärzte fordern den Abschluss eines Hausarztvertrags. Foto: dpa
Kritik an den Kassen: Die Ärzte fordern den Abschluss eines Hausarztvertrags. Foto: dpa
Rund 1 200 Ärzte, Praxisangestellte und Patienten sind einem Aufruf der Hausärzteverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe gefolgt und demonstrierten am 6. Mai in Düsseldorf für „eine bessere hausarztzentrierte Versorgung“. Anlass dazu waren Verhandlungen der Hausärzteverbände mit den Krankenkassen über einen Vertrag nach § 73 b SGB V.

Nach Ansicht der Hausärzte sind die Krankenkassen ihrer Verpflichtung, bis Ende Juni entsprechende Verträge anzubieten, bisher nicht nachgekommen. „Die Vorstände der Kassen blockieren mit aller juristischer Finesse die Umsetzung der ,Hausarztgesetze‘ seit über vier Monaten“, kritisierte Dirk Mecking, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Nordrhein. Vorbild für die Forderungen der Verbände sind die Verträge aus Bayern und Baden-Württemberg. Diese sehen eine Vergütung von circa 80 Euro je Patient und Quartal vor.

Sollte es bis zum 15. Mai keinen Vertragsabschluss geben, wollten die Hausärzte ein Schiedsverfahren beantragen, kündigte Norbert Hartmann, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe, an. Dass in diesem Fall parallel weiter Gespräche geführt würden, schließe er aber nicht aus. mei
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