ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2009Kostenerstattung ist unbeliebt
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LNSLNS Wer über die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) abgesichert ist, sollte nach den Vorstellungen der KBV einen Kostenerstattungstarif wählen können. Bei den GKV-Versicherten ist das Interesse daran allerdings bislang gering. Das hat der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen kürzlich mitgeteilt. Derzeit haben sich weniger als 0,2 Prozent aller Versicherten dafür entschieden, das heißt: gerade einmal 132 000 von mehr als 70 Millionen.

Bis April 2007 konnten GKV-Versicherte ausschließlich für alle Leistungsbereiche die Kostenerstattung wählen. Nur für freiwillig Versicherte galten Ausnahmen. Diese Auflage schrecke viele ab, monierten Kritiker damals. Als wenig förderlich wurde seinerzeit auch die Pflichtberatung von GKV-Versicherten zur Kostenerstattung durch ihre Kasse angesehen.

Mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) wurde den Versicherten dann eingeräumt, sich lediglich in einzelnen Bereichen für die Kostenerstattung zu entscheiden, also diese beispielsweise auf die ambulante ärztliche Versorgung zu beschränken.

An der Nachfrage hat dies kaum etwas geändert: Wählten vor dem GKV-WSG 0,17 Prozent der Versicherten die Option Kostenerstattung, waren es danach 0,19 Prozent. Die meisten Wechsler waren bei den Ersatzkassen (0,34 Prozent) beziehungsweise bei den Betriebskrankenkassen (0,30 Prozent) versichert. Dabei überwiegt die Gruppe der über 60-Jährigen. Als Grund vermuten die Kassen, dass Ältere ihrer Gesundheitsversorgung eine höhere Präferenz einräumen und, sofern sie finanziell gut gestellt sind, eher bereit zu Zuzahlungen sind als jüngere GKV-Versicherte. Rie
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