ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2009Arbeitsschutz: Wer lange arbeitet, schläft schlechter

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Arbeitsschutz: Wer lange arbeitet, schläft schlechter

afp

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LNSLNS Lange Arbeitszeiten erhöhen das Risiko von Schlafstörungen. Wer viel Zeit bei der Arbeit verbringt, leidet zudem häufiger unter Rückenschmerzen und Herzbeschwerden. Dies sind die Ergebnisse einer Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Dortmund.

Bei der Auswertung von vier unabhängigen Befragungen wiesen die Arbeitsschutzexperten einen direkten Zusammenhang zwischen der Dauer der geleisteten Arbeitsstunden und dem Auftreten von gesundheitlichen Beschwerden nach. Schichtarbeit oder Wochenendarbeit wirkten sich dabei verstärkend aus.

Nach einer Umfrage aus Deutschland, die für die Untersuchung ausgewertet wurde, klagt nur jeder zehnte Befragte in Teilzeit mit weniger als 19 Wochenarbeitsstunden über Schlafstörungen. Bei Vollzeitbeschäftigten mit 35 bis 44 Wochenarbeitsstunden ist dies bereit jeder Fünfte. Im Bereich der Beschäftigten mit deutlich überlangen Arbeitszeiten von mehr als 60 Stunden je Woche leidet nach eigenen Angaben sogar etwa jeder Vierte unter Schlafbeschwerden.

Die Bundesanstalt wertete für ihre Untersuchung zwei europaweite Umfragen zu Arbeitsbedingungen von 2000 und 2005 sowie zwei Umfragen aus Deutschland von 2004 und 2006 aus. Damit flossen die Daten von mehr als 50 000 Menschen in die Untersuchung ein. afp
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