ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2009Medizinische Fachangestellte: Fünf Prozent mehr Gehalt ab Juli

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Medizinische Fachangestellte: Fünf Prozent mehr Gehalt ab Juli

Dtsch Arztebl 2009; 106(21): A-1012 / B-864 / C-836

Hibbeler, Birgit

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Mehr Geld und Wertschätzung: Der Beruf der Medizinischen Fachangestellten soll attraktiver werden. Foto: Joker
Mehr Geld und Wertschätzung: Der Beruf der Medizinischen Fachangestellten soll attraktiver werden. Foto: Joker
Für Medizinische Fachangestellte gibt es einen neuen Tarifvertrag: Ab 1. Juli 2009 erhalten Praxismitarbeiter fünf Prozent mehr Gehalt. Damit beträgt das Einstiegsgehalt der Medizinischen Fachangestellten zwischen 1 423 und 1 494 Euro. Auszubildende verdienen ab Juli monatlich 50 Euro mehr. Auf dieses Ergebnis einigten sich am 6. Mai in Berlin der Verband medizinischer Fachberufe und die ärztliche Tarifpartei Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/Medizinischen Fachangestellten (AAA).

Für vollzeitbeschäftigte Medizinische Fachangestellte gibt es zusätzlich für den Zeitraum Januar bis Juni 2009 eine Einmalzahlung in Höhe von 330 Euro, Teilzeitbeschäftigte erhalten die Leistung in anteiliger Höhe. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2010. „Angesichts der Turbulenzen bei der Umsetzung der ärztlichen Honorarreform ist das für uns ein solides Ergebnis“, betonte Margret Urban, stellvertretende Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe. Man sei dem Ziel, den Beruf der Medizinischen Fachangestellten aufzuwerten, ein weiteres Stück nähergekommen.

Auch die Arbeitgeberseite zeigte sich zufrieden. Es sei wichtig, den Ausbildungsberuf Medizinische Fachangestellte attraktiver zu machen, erklärte die AAA-Vorsitzende, Dr. med. Cornelia Goesmann. „Gleichzeitig wollen wir, trotz der zum Teil massiven wirtschaftlichen Verwerfungen in einigen Regionen und Facharztpraxen aufgrund der Honorarreform, die gestiegenen Anforderungen an die Mitarbeiterinnen in unseren Praxen honorieren“, sagte Goesmann. Die AAA ruft deshalb auch die nicht tarifgebundenen Praxen auf, die Gehaltserhöhung weiterzugeben, um den Medizinischen Fachangestellten zu zeigen, wie wichtig ihre Arbeit ist. hi
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