ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2009Deutscher Ärztinnenbund: Familienfreundliche Arbeitsbedingungen gefordert

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Deutscher Ärztinnenbund: Familienfreundliche Arbeitsbedingungen gefordert

Richter-Kuhlmann, Eva

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Kinder und Kar-riere unter einenHut bringen:Dasgelingt nicht immer. Foto:KEYSTONE
Kinder und Kar-riere unter einenHut bringen:Dasgelingt nicht immer. Foto:KEYSTONE
Nicht jammern, sondern dringend notwendige familien- und frauenfreundliche Arbeitsbedingungen in Kliniken und Praxen umsetzen – dies fordert der Deutsche Ärztinnenbund angesichts des momentanen Ärztemangels und der gleichzeitig bemerkbaren Feminisierung der Medizin: Knapp 60 Prozent der Berufseinsteiger sind inzwischen Ärztinnen.

Für die Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes, Dr. med. Astrid Bühren, ist die weibliche Zukunft der Medizin eine große Chance für Ärztinnen und Ärzte sowie für die Patienten: „Immer mehr wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass Ärztinnen ihre Patienten besser therapieren: Sie sind deutlich zugewandter, fürsorglicher und empathischer.“ Bühren bedauerte, dass die Feminisierung in der Medizin in der ärztlichen Selbstverwaltung und in einigen Fachgesellschaften jedoch offensichtlich als Bedrohung empfunden und negativ thematisiert werde. Sorgen um die Zulassungsbedingungen zum Medizinstudium und um die Absolventenzahlen mache sie sich nicht. „Wir haben ausreichend Absolventen. Ihre Arbeitsbedingungen müssen sich allerdings verbessern“, erklärte sie. Vor einer großen Herausforderung sieht sich insbesondere das Fach Gynäkologie und Geburtshilfe. Hier liegt der Frauenanteil unter den Assistenten bereits bei 80 Prozent. „Das Berufsbild muss in vielen Teilen völlig neu gestaltet werden“, erklärte Prof. Dr. med. Rolf Kreienberg, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Dabei sei wichtig, dass Ärztinnen verstärkt auch in leitende Positionen Eingang finden – „sonst können wir das Fach nicht am Leben erhalten“. ER
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