ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2009Hausärzte: Schlechte Stimmung

BERUF

Hausärzte: Schlechte Stimmung

Hillienhof, Arne

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LNSLNS Die Stimmung der Hausärzte ist unverändert schlecht. Das ist das Ergebnis des „GfK-Ärzteklima-Index“ für das zweite Halbjahr 2008. Vor allem die wirtschaftliche Lage ihrer Praxen sehen die Ärzte kritisch. Spielraum für Investitionen oder Rücklagen seien kaum vorhanden.

Auch in Zukunft rechnen die Hausärzte nicht mit positiven Überraschungen: Mit minus 16 Punkten schätzen sie ihre Zukunft noch schlechter ein als die aktuelle Situation (minus sieben). Dabei fällt auf, dass trotz Gesundheitsreform alle Zukunftsindikatoren des Ärzteklima-Index eine negative Entwicklung prognostizieren. Zwar schätzt die Mehrheit der Befragten die medizinische Versorgungsqualität als gut ein, die Behandlungsmöglichkeiten für Kassenpatienten, die Arbeitsbedingungen der Ärzte und die Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens lassen nach Meinung der Hausärzte dagegen sehr zu wünschen übrig.

Zudem nehmen die Hausärzte eine wachsende Unzufriedenheit der Patienten wahr: Nach ihrer Auffassung sind knapp 40 Prozent der Patienten mit dem Gesundheitssystem wenig oder gar nicht zufrieden. Auch die Arbeitszeit belastet viele Hausärzte. Fast jeder Zweite gibt an, mehr als 55 Stunden pro Woche zu arbeiten. hil
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