ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2009PKV: Flexible Angebote im Trend

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PKV: Flexible Angebote im Trend

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Die Zahl der Beschäftigten im Pflegesektor wird sich in Deutschland nach einer Schät-zung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung bis zum Jahr 2050 verdreifachen.Dann würden 1,6 Millionen Vollzeitbeschäftigte in der Pflege arbeiten.
Die Zahl der Beschäftigten im Pflegesektor wird sich in Deutschland nach einer Schät-zung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung bis zum Jahr 2050 verdreifachen.Dann würden 1,6 Millionen Vollzeitbeschäftigte in der Pflege arbeiten.
Krankenversicherte wünschen sich neuartigere Zusatzangebote von ihrer privaten Kran­ken­ver­siche­rung. Das ergibt eine Studie der globalen Strategieberatung Simon-Kucher & Partners. „Die Zukunft der privaten Krankenversicherer liegt nicht im Vollversicherungsgeschäft. Eine engere Zusammenarbeit mit der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung sowie eine andere Angebotsausrichtung sind gefragt“, fasst Studienleiter Rainer Meckes, Partner bei Simon-Kucher, zusammen.

Die private Krankheitskostenvollversicherung ist kein Verkaufsschlager mehr. So gingen die Nettoneuzugänge zwischen 2003 und 2008 in diesem Bereich um 74 Prozent zurück. Die Zusatzversicherung erweist sich hingegen als Hoffnungsträger. Hier stieg im selben Zeitraum der Absatz um 43 Prozent. Allerdings konkurrieren die Zusatzversicherungen der privaten Kran­ken­ver­siche­rung mit den Wahltarifen der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung.

Die Studie zeigt: Der „Conveni-ence-Trend“ ist in der Versicherungsbranche angekommen – flexible und bequeme Produkte sind gefragt. So haben 89 Prozent der Befragten hohes Interesse an einer „Versicherung, die mitwächst“. Ähnlich interessant ist die „Baukastenversicherung“ (82 Prozent). Hier kann der Versicherte individuell bestimmen, bei welchen Krankheiten er welche Leistungen beanspruchen möchte. Auch Paket-angebote sind gefragter: Die Hälfte der Studienteilnehmer kann sich für ein „Berufsstarterpaket“ (mit Kranken-, Haftpflicht- und Berufsunfähigkeitsversicherung) begeistern. Auch ein „Familienpaket“ oder ein „Zukunft-Absicherungs-Paket“ stößt bei jedem dritten beziehungsweise jedem vierten Versicherten unter 40 Jahren auf positive Resonanz.

Die Versicherten wünschen sich auch Zusatzangebote mit Lifestylecharakter. So attestieren zwei Drittel der Befragten hohes Interesse an einem „Perfect-Smile-Paket“, in dem beispielsweise Zahnersatzleistungen, Reinigungen, Bleach-ingbehandlungen und Zahnstellungskorrekturen inklusive sind. „Diese Pakete decken Kundenbedürfnisse ab, erhöhen die Preisbereitschaft und steigern das Image der Versicherung“, meint Experte Meckes und fügt hinzu: „Die PKV wird künftig eine tragende Rolle im Zusatzversicherungsgeschäft spielen.“ Es lohne sich also, hier zu investieren. Mut, Neues zu erschließen, sei nun gefragt. Zielgruppenorientierte Angebote seien augenscheinlich attraktiver als die klassischen leistungsorientierten Angebote. WZ
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