ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2009Wolfram Hartmann: Medientipps fürs Kinderzimmer

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Wolfram Hartmann: Medientipps fürs Kinderzimmer

Gieseke, Sunna

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Wolfram Hartmann Foto:Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte
Wolfram Hartmann Foto:Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte
Fernseher, Computer und Spielekonsole – Medien sind aus dem Leben vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Häufig auch nicht aus dem Alltag kleiner Kinder. Das weiß auch der Präsident des Berufsverbands der Kinder und Jugendärzte, Dr. med. Wolfram Hartmann (64). In Zusammenarbeit mit der Stiftung Lesen macht er auf diese Problematik aufmerksam. „Wir stellen mit Erschrecken fest, dass bereits Kinder unter drei Jahren bis zu drei Stunden täglich vor dem Fernsehapparat sitzen“, betont der Pädiater.

Als Orientierungshilfe für Eltern unterstützt Hartmann die Initiative der Stiftung Lesen „Medientipps fürs Kinderzimmer“. Eine hierzu erstellte Broschüre wird bundesweit in Kinderarztpraxen verteilt. „Wir Kinder- und Jugendärzte sehen in unseren Praxen in zunehmenden Maß Kinder aus Familien, denen eine Grundförderung fehlt“, so Hartmann auf die Frage, warum er sich in diesem Projekt engagiere. „Diese Kinder werden nicht entsprechend ihrer Möglichkeiten, insbesondere im Vorschulalter, gefördert.“ Folgen könnten psychosomatische Erkrankungen – unter anderem in Form von Aggressivität oder Lernstörungen – sein. Die Medienerziehung hat der Verband in das Vorsorgeprogramm eingebaut. Hierzu wurde ein Fragenkatalog entwickelt.

Dem seit 1979 niedergelassenen Kinderarzt ist es ein Anliegen, dass Eltern und Kinder verantwortungsvoll mit den Medien umgehen. Hingegen sei das Vorlesen eine gute Möglichkeit, mit den Kindern zu kommunizieren. Sunna Gieseke
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