ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2009Weltnichtrauchertag: Mit Schockbildern gegen das Rauchen

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Weltnichtrauchertag: Mit Schockbildern gegen das Rauchen

Gieseke, Sunna

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LNSLNS Unter dem Motto „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ warnten Gesundheitsexperten anlässlich des Weltnichtrauchertages Ende Mai vor den Folgen des Rauchens. Nach dem Willen unter anderem der Deutschen Krebshilfe sollen künftig drastische bildliche Warnhinweise auf Tabakverpackungen die Menschen vom Rauchen abhalten. „Rauchen ist der größte vermeidbare Gesundheitsrisikofaktor und verantwortlich für ein Drittel aller Krebserkrankungen“, sagte deren Präsidentin, Prof. Dr. Dagmar Schipanski, in Berlin. „Wir müssen handeln und die Raucherquote senken.“ Auch der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe, erklärte: „Rauchen ist erwiesenermaßen lebensgefährlich und deshalb kann man nicht drastisch genug vor den Folgen des Tabakkonsums warnen.“

Drastische Darstellungen: Gesundheitsexperten setzen beim Rauchen auf Abschreckung. Foto: dpa
Drastische Darstellungen: Gesundheitsexperten setzen beim Rauchen auf Abschreckung. Foto: dpa
In einer 2007 veröffentlichten Studie gaben der Deutschen Krebshilfe zufolge 80 Prozent der befragten Raucher an, dass abschreckende Bilder sie zum Nachdenken über ihr Rauchverhalten anregten. Seit 2003 empfehlen die Weltgesundheitsorganisation und die Europäische Union diese Form der Raucherabschreckung.

Erfreulich sei aber, so BÄK-Präsident Hoppe, dass immer weniger Jugendliche rauchten. Der Anteil der Raucher unter den Zwölf- bis 17-Jährigen liege bei 15 Prozent und habe sich seit 2002 nahezu halbiert. Noch immer rauchten aber in Deutschland im europäischen Vergleich zu viele Jugendliche. „Darstellungen der gefährlichen Konsequenzen durch Tabakkonsum auf Zigarettenpackungen könnten noch mehr Jugendliche vom Rauchen abhalten“, betonte Hoppe. sun
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