ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2009Schweiz: Deutliches Votum für Komplementärmedizin

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Schweiz: Deutliches Votum für Komplementärmedizin

Gerst, Thomas

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Alternative Heilmethoden sollen in der Schweiz von den Krankenkassen bezahlt werden. Foto: picture-alliance/KPA
Alternative Heilmethoden sollen in der Schweiz von den Krankenkassen bezahlt werden. Foto: picture-alliance/KPA
Mit rund zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen haben sich die Schweizer bei einer Volksabstimmung für die Stärkung der Komplementärmedizin ausgesprochen. Die Befürworter wollen auf diesem Weg wieder die Berücksichtigung alternativer Heilmethoden in der obligatorischen Krankenversicherung durchsetzen. Denn im Sommer 2005 war die Vergütung der fünf komplementärmedizinischen Methoden Phytotherapie, Traditionelle Chinesische Medizin, anthroposophische Medizin, Homöopathie und Neuraltherapie durch die Grundversicherung ausgeschlossen worden.

Wie allerdings die konkrete Umsetzung des Volksentscheids aussehen soll, ist noch unklar. Denn nach dem Schweizer Krankenversicherungsgesetz müssen medizinische Methoden und Verfahren die Kriterien der Wirksamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit erfüllen, um in den Leistungskatalog aufgenommen zu werden. Eine automatische Anerkennung der alternativen Verfahren ohne strikte wissenschaftliche Überprüfung der genannten Kriterien bedeutete einen Nachteil der „Schulmedizin“, die diesen Nachweis zu erbringen hat. Deshalb wird man sich schon bald über ein wissenschaftliches Nachweisverfahren verständigen müssen, das von allen Seiten akzeptiert wird. TG

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