ArchivDeutsches Ärzteblatt23/20091989/2009 – 20 Jahre Deutsche Einheit: Deutsch-deutsche Gesundheitspolitik im Einigungsprozess (I)

THEMEN DER ZEIT

1989/2009 – 20 Jahre Deutsche Einheit: Deutsch-deutsche Gesundheitspolitik im Einigungsprozess (I)

Dtsch Arztebl 2009; 106(23): A-1190 / B-1019 / C-991

Roth, Heidi

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Die wirklich einschneidenden Veränderungen erfolgten im Osten nach dem Fall der Mauer. Lange Vertrautes verschwand binnen Kurzem. Fotos: dpa
Die wirklich einschneidenden Veränderungen erfolgten im Osten nach dem Fall der Mauer. Lange Vertrautes verschwand binnen Kurzem. Fotos: dpa
Für kurze Zeit schien vieles möglich. Doch schneller, als von den meisten erwartet, wurden die bundesdeutschen Strukturen der ambulanten ärztlichen Versorgung auf die neuen Bundesländer übertragen.

Vierzig Jahre unterschiedlicher Gesellschafts- und Gesundheitspolitik in der Bundesrepublik und der DDR zeigten sich bei der ambulanten ärztlichen Versorgung am deutlichsten. Hier gab es die gegensätzlichen Konzepte freiberuflich tätiger Ärzte in Einzelpraxen einerseits und der Polikliniken mit angestellten Ärzten andererseits. Die Strukturen der ambulanten ärztlichen Versorgung waren schon in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und anschließend von der Staats- und Parteiführung der DDR teilweise aus pragmatischen, insbesondere aber aus gesellschaftlichen Überlegungen umgestaltet worden (1). Es soll hier keine Analyse der Vor- und Nachteile der beiden Gesundheitssysteme vorgenommen werden. Nur so viel: Zu den Vorzügen des DDR-Gesundheitssystems gehörten zweifellos die enge Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung, die Betonung der Prävention und Früherkennung von Krankheiten sowie die Einheit von Versorgung, Behandlung und Nachsorge. In diesem Kontext sind auch die Organisationsstrukturen der ambulanten ärztlichen Versorgung, vor allem die Polikliniken einzuordnen.

Die Zahl der niedergelassenen Ärzte in der DDR nahm kontinuierlich ab, ihr Durchschnittsalter stieg stetig. Demgegenüber wurde der Ausbau von staatlichen und betrieblichen Polikliniken und Ambulatorien sowie der staatlichen Arztpraxen vorangetrieben. Im Herbst 1989 befand sich daher der überwiegende Teil der ambulant tätigen Ärzte in einem Beschäftigungsverhältnis mit dem staatlichen oder betrieblichen Gesundheitswesen, arbeitete in Polikliniken, in Ambulatorien und im Betriebsgesundheitswesen. Daneben wurde ein Teil der ambulanten Behandlung durch in stationären Einrichtungen tätige Ärzte erbracht. Nur ein verschwindend geringer Teil war hingegen am Ende der DDR noch in freier Praxis als niedergelassener Arzt tätig: 1989 waren dies noch 341 der 20 570 ambulant tätigen Ärzte (4).

Die Krise des ostdeutschen Gesundheitswesens 1989
Bereits am 11. August 1989 hatte die SED-Führung in einer internen Analyse über die Sicherung der medizinischen und sozialen Betreuung der Bevölkerung wichtige Defizite benannt (5): Arbeitskräftemangel in den Krankenhäusern, die ungenügende Kapazität in den Feierabend- und Pflegeheimen – hier warteten 160 000 Antragsteller auf ihre Aufnahme, darunter 20 000 dringliche Fälle –, der katastrophale Zustand der Bausubstanz von Krankenhäusern, Kureinrichtungen und medizinischen Forschungsanstalten, der die Funktionsfähigkeit gefährdete oder einschränkte; die medizinische Arbeit wurde durch Mängel in der Bereitstellung von Medikamenten und in der medizintechnischen Ausstattung behindert. Weiter musste eingestanden werden, dass sich der Abstand zur medizintechnischen Ausstattung im internationalen Vergleich vergrößert hatte. Der Öffentlichkeit wurden derartige kritische Befunde vorenthalten. Auch mit den betroffenen Mitarbeitern des Gesundheits- und Sozialwesens wurde offenbar nicht gesprochen. Kritische Diskussionen hätten die Vorbereitungen zu den Jubelfeiern zum 40. Jahrestag der DDR gestört.

Während der friedlichen Revolution waren vor allem die Schwächen des Gesundheitswesens in den Medien und in der Öffentlichkeit präsent. In Erinnerung ist etwa die Kritik an der maroden Bausubstanz der Krankenhäuser und an Altenheimen, in denen alte und pflegebedürftige Menschen in überbelegten Mehrbettzimmern lebten. Völlig ausgeblendet wurden damals die erhaltenswerten Seiten des Gesundheitswesens. Diese mediale Auswahl hatte offenbar Auswirkungen auf die Grundeinstellung der DDR-Bevölkerung. Es verwundert folglich auch nicht, dass sich Demonstranten nirgends für den Erhalt von Polikliniken oder Ambulatorien einsetzten. Reformdiskussionen innerhalb der Ärzteschaft, wie beispielsweise in der oppositionellen Gruppierung „Ärzte für den Frieden“ (6), drangen im stürmischen Herbst 1989 nicht an die Öffentlichkeit.

Die Krise des Gesundheitswesens verschärfte sich in den letzten Monaten des Jahres 1989 dramatisch, vor allem die personellen Probleme wurden immer größer; denn nach dem Fall der Mauer hielt der Weggang von Ärzten und anderem medizinischen Personal aus der DDR in die Bundesrepublik an. 1989 verließen rund 10 000 Mitarbeiter des Gesundheits- und Sozialwesens, darunter circa 4 000 Ärzte und Zahnärzte und 4 000 Krankenschwestern, die DDR (7).

Geld für Gesundheit: „Es geht hier um einen Lebensnerv“
Der letzte SED-Minister für Gesundheits- und Sozialwesen, Klaus Thielmann, wandte sich im November 1989 in mehreren Briefen an führende DDR- und SED-Funktionäre, auch an den neuen SED-Generalsekretär Egon Krenz (8). Er forderte unter anderem die Erhöhung der Gehälter und die Aufstockung der materiellen und finanziellen Mittel für das Gesundheitswesen. Ende November 1989 schrieb Thielmann an den neuen Ministerpräsidenten Hans Modrow und wiederholte seine Forderungen. Er bat um Umschichtung der Staatsausgaben für das Ministerium für Staatssicherheit und die Nationale Volksarmee zugunsten der Gesundheits- und Sozialpolitik. Der Anteil der Ausgaben für das Gesundheitswesen am Nationaleinkommen der DDR betrug zuletzt fünf Prozent; das war im Vergleich zu den westlichen Ländern, selbst zur Sowjetunion zu niedrig. Außerdem bat Thielmann um den Einsatz von Arbeitskräften aus dem Bestand des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und der Nationalen Volksarmee (NVA) im Sozialwesen. Falls seine Forderungen nach einer wesentlichen Anhebung der Gehälter im Gesundheits- und Sozialwesen nicht erfüllt würden, drohte er mit Rücktritt. Offenbar fand der Minister Gehör. Zum 1. März 1990 wurden die Gehälter im Gesundheitswesen erheblich erhöht (9).

Thielmann war sich der besonderen politischen Brisanz der desolaten Lage im Gesundheitswesen für das Ansehen der letzten SED-Regierung bewusst. „Gerade am Gesundheits- und Sozialwesen zu scheitern“, schrieb er Ende Januar 1990 an Modrow, „bedeutet jedoch, Glaubwürdigkeit für eine Politik, die dem Menschen dienen und ihn vor elementarsten Nöten schützen soll, zu verlieren. Es geht hier um einen Lebensnerv.“ (10)

Thielmann hielt zusätzliche Aufwendungen für das Gesundheitswesen auch deshalb für notwendig, um bei einer Vertragsgemeinschaft mit der Bundesrepublik und im „Zusammenwirken und Zusammenwachsen der beiden deutschen Staaten Grundpositionen auf dem Gebiet der Gesundheits- und Sozialpolitik einbringen zu können, denen wir uns in der Entwicklung der DDR verschrieben hatten und die nicht verloren gehen dürfen. Gerade damit haben wir die Möglichkeit“, so Thielmann, „Eigenständiges einzubringen: Die sozialen Prinzipien unseres Gesundheits- und Sozialwesens sind unbestritten. Der Ausschluss von Kommerzialisierung in diesem Bereich ist eine historische Errungenschaft“. (11)

Gesundheitsförderung im Betrieb: Werktätige des VEB Statron bei der Pausengymnastik, aufgenommen im September 1976
Gesund­heits­förder­ung im Betrieb: Werktätige des VEB Statron bei der Pausengymnastik, aufgenommen im September 1976
Nachdenken über eine Angleichung der Systeme
Nach dem Fall der Mauer kam es in beiden deutschen Staaten zu einer lebhaften normativen Diskussion über die Leistungsstrukturen des ambulanten Gesundheitswesens in beiden Teilen Deutschlands: Das westdeutsche Gesundheitssystem war seit Längerem einer kritischen Bewertung seiner Effizienz und Effektivität ausgesetzt gewesen, wohingegen dem ostdeutschen Gesundheitssystem in den vergangenen Jahrzehnten teilweise durchaus gute Noten zugesprochen worden waren und einige Elemente seiner Leistungsstruktur Anknüpfungspunkte für in Westdeutschland artikulierte Reformvorstellungen boten (12). Auch in der internationalen Bewertung der Welt­gesund­heits­organi­sation gab es Anerkennung für bestimmte Strukturen und Ergebnisse des DDR-Gesundheitswesens (13).

In Westdeutschland galten bis in die 1970er-Jahre Diskussionen über alternative Organisationsformen der ambulanten ärztlichen Tätigkeit – sowohl bei Ärzten als auch in der Öffentlichkeit – fast schon als illegitim (14). Anfang der 70er-Jahre wurde verstärkt eine Reform des bundesdeutschen Gesundheitswesens gefordert. Alternative Organisationsformen wurden vorgeschlagen. Kritik kam von den Gewerkschaften an den Einzelpraxen der niedergelassenen Ärzte, weil diese zunehmend den modernen medizinischen Anforderungen nicht mehr gerecht würden. Vorgeschlagen wurden medizinisch-technische Zentren, die als nicht gewinnorientierte Körperschaften mit fest angestellten Ärzten errichtet werden sollten; dort sollten für die niedergelassenen Ärzte einer Region sämtliche aufwendigen diagnostischen Maßnahmen durchgeführt werden (15). Solche Vorschläge wurden damals nicht nur von den meisten Ärzten entschieden abgelehnt, sondern fanden auch in der breiten politischen Öffentlichkeit kaum einen Widerhall.

Erst im Zusammenhang mit den wissenschaftlichen und politischen Diskussionen über Krise und Umbau des deutschen Sozialstaats, in Sonderheit mit der im Westen Deutschlands einsetzenden gesundheitsökonomischen Wettbewerbsdiskussion, wurde das Versorgungsmonopol der Kassenärztlichen Vereinigungen wieder stärker hinterfragt. So wurden auch Konzepte diskutiert, alternative Strukturen in der ambulanten medizinischen Versorgung einzuführen (16). In diesen Debatten sahen Politiker und Experten der Bundesrepublik zumindest einige soziale Institutionen und soziale Leistungen der DDR auch als mögliche Vorbilder für notwendige Reformen an.

Nach dem Zusammenbruch der DDR konnte es deshalb nicht überraschen, dass zahlreiche gesundheitspolitische Experten beider Staaten Vorschläge entwickelten, die zwar eine Reform des ostdeutschen Gesundheitswesens vorsahen, aber keine unmodifizierte Übernahme der westdeutschen Strukturen. Nachdem sich eine schnelle staatliche Vereinigung abzuzeichnen begann, kamen Überlegungen hinzu, die Vereinigung zu einer umfassenden Reform des Gesundheitswesens in beiden deutschen Staaten zu nutzen. So entwickelte die Gewerkschaft ÖTV 1990 Reformkonzepte unter Anlehnung an das Gesundheitswesen der DDR (17). Allerdings stießen derartige Überlegungen im Westen überwiegend auf heftigen Widerspruch.

Die in der DDR ambulant tätigen Ärzte waren gleichfalls für eine Reform des Gesundheitswesens (18). Allerdings muss auf die sehr unterschiedlichen Zielvorstellungen der ostdeutschen Ärzte im Frühjahr 1990 verwiesen werden: Einerseits forderten sie, die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens der DDR intern zu klären. Auf der anderen Seite erwarteten die meisten Ärzte bereits sehr früh, dass Niederlassungen künftig in jedem Fall wieder erlaubt und ein Bestandteil einer kommenden gesundheitlichen Versorgungsstruktur sein würden (19). Man kann davon ausgehen, dass die ambulant tätigen Ärzte der DDR in dieser Übergangsphase noch keine einheitliche Auffassung zum Erhalt der Polikliniken oder zur Einrichtung von Niederlassungen hatten (20).

Ende 1989 gab es in der DDR 5 248 Polikliniken. Für ihren Erhalt als ein typisches Strukturelement des ostdeutschen Gesundheitswesens sprach sich im Frühjahr 1990 noch eine Mehrheit aus, wohingegen nur eine kleine Minderheit der ambulant tätigen Ärzte in Ostdeutschland zur Niederlassung fest entschlossen war. Der Anteil derer, die diesen Schritt entschieden ablehnten, war rund dreimal so groß.

Die Regierung Modrow hielt an der staatlichen Organisation des Gesundheitswesens als tragender Säule der medizinischen Betreuung in der DDR fest. Auch für den bevorstehenden Prozess des Zusammenwachsens beider deutscher Staaten sah sie in der „Dominanz des staatlichen Gesundheits- und Sozialwesens in der DDR […] ein unbedingt erhaltenswertes Element“. (21) Aber Ministerpräsident Hans Modrow musste sein ursprüngliches Konzept einer Reform der sozialistischen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung unter Erhaltung der Eigenstaatlichkeit der DDR aufgeben. Angesichts des zunehmenden Verfalls der staatlichen Autorität, der Krise der Wirtschaft und der Finanzen und des Drucks der DDR-Bevölkerung auf die Vereinigung mit der Bundesrepublik konnte er diese Forderung nicht länger aufrechterhalten.

Er sah seine Hauptaufgabe nun darin, ein in erster Linie vom Zentralen Runden Tisch ausgearbeitetes, umfangreiches sozialpolitisches Programm im Rahmen einer Sozialunion in den gemeinsamen neuen Staat einzubringen. Dabei sollte das hohe Niveau der Sozialleistungen der Bundesrepublik mit der Garantie der sozialen Besitzstände der DDR-Bürger verbunden werden. Es entsprach dieser Auffassung, dass Ge­sund­heits­mi­nis­ter Thielmann sich dafür einsetzte, in die Formulierung der Sozialcharta über das Gesundheitswesen ausdrücklich die Forderung nach einem „starken staatlich-kommunalen Bereich unter Nutzung und Ausbau effizienter Polikliniken und Ambulatorien“ und nach Gewährleistung betriebsärztlicher Betreuung aufzunehmen (22).

Die Sozialcharta wurde nach langwierigen Beratungen vom Zentralen Runden Tisch ausgearbeitet, von der Regierung der DDR akzeptiert und am 7. März 1990 in der letzten Sitzung der alten DDR-Volkskammer angenommen. Sie sollte nach den Empfehlungen des Runden Tisches und dem Beschluss der Volkskammer als Standpunkt der DDR in die Verhandlungen über die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion und in die Diskussion um die künftige Verfassung einbezogen werden.

Die DDR-Betriebspolikliniken sollten nicht zuletzt den Erhalt der Arbeitsfähigkeit der Werktätigen gewährleisten. Routineuntersuchung in der Betriebspoliklinik des VEB Schwermaschinenbau Lauchhammer im Juli 1974
Die DDR-Betriebspolikliniken sollten nicht zuletzt den Erhalt der Arbeitsfähigkeit der Werktätigen gewährleisten. Routineuntersuchung in der Betriebspoliklinik des VEB Schwermaschinenbau Lauchhammer im Juli 1974
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Seehofer: „Das faule Ei vom Runden Tisch“
Der Adressat der Sozialcharta war allerdings nicht mehr die Regierung Modrow, sondern die nach den Wahlen im März gebildete neue DDR-Regierung, die man damit auf die Vertretung eines umfassenden Programms sozialer Grundrechte sowie die Bewahrung und den Ausbau der sozialen Besitzstände der DDR-Bürger festlegen wollte.

Die in der Volkskammer vorgestellten Grundlinien einer Sozialcharta und die Standpunkte der DDR-Regierung zu sozialistischen Grundrechten im Sozialverband mit der Bundesrepublik präzisierten die sozialen Wunschvorstellungen des Runden Tisches und der DDR-Regierung (23). Die Einheit sollte auf dem „Wege eines wechselseitigen Reformprozesses beider deutscher sozialen Systeme“, die auf ein höheres soziales Sicherungsniveau zu führen seien, vollzogen und die sozialen Besitzstände der DDR-Bürger behauptet sowie ihr persönliches Eigentum rechtlich geschützt werden (24).

Mit der Sozialcharta sollten die Eckpunkte für eine Sozialgesetzgebung gesetzt werden, die die Einführung einer wirklich sozialen Marktwirtschaft ermöglichen würden. Allerdings machte das Programm keine Aussagen über die Finanzierung. Faktisch erwartete man die Finanzierung des Programms von der Bundesrepublik. Entsprechend heftig war dort die Reaktion, wobei man vor allem den Mangel an Realitätssinn monierte. Horst Seehofer, damals parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit, kritisierte in einem Zeitungsartikel unter der Überschrift „Das faule Ei vom Runden Tisch“ (25), dass sich die Sozialcharta in weiten Teilen noch in den Denkstrukturen sozialistischer Luftschlösser bewege, dass sie von einer überdimensionalen Rolle des Staates ausgehe und kein Verständnis für die Freiheit selbstverantwortlicher Unternehmer, für Sozialpartnerschaft und für den Vorrang des Leistungsprinzips im sozialen Sicherungssystem aufbringe.

Diese Sozialcharta ist bei der Bundesregierung nie angekommen. Sie war auch nie Gegenstand der Verhandlungen bei der Vorbereitung der staatlichen Vereinigung (26).

Zitierweise dieses Beitrags:
Dtsch Arztebl 2009; 106(23): A 1190–3

Dr. phil. Heidi Roth
Historikerin in Leipzig
E-Mail: dr.heidi.roth@t-online.de

Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit2309

* Überarbeitete Fassung eines Vortrags beim Workshop „Transformation des Gesundheitswesens in den neuen Bundesländern“, veranstaltet vom Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung in Meißen im Sommer 2006 (Literaturstand 2007).
 1.
Vgl. Jürgen Wasem, Vom staatlichen zum kassenärztlichen System. EineUntersuchung des Transformationsprozesses der ambulanten ärztlichen Versorgung in Ostdeutschland, Frankfurt/New York, 1997,
S.
39.
 2.
Gunnar Winkler (Hg.), Geschichte der Sozialpolitik der DDR 1945–1985, Berlin (Ost) 1989, S. 391.
 3.
Vgl. Jürgen Wasem, Von der Poliklinik in die Kassenarztpraxis: Versuch einer Rekonstruktion der Entscheidungssituation ambulant tätiger Ärzte in Ostdeutschland. In: Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln 1992/5, S.134.
 4.
Vgl. Wasem, Vom staatlichen zum kassenärztlichen System, S. 48.
 5.
Vgl. Analyse und Vorschläge, wie in Fortführung der Gesundheitspolitik der Partei durch höhere Qualität und Effektivität der Arbeit die medizinische und soziale Betreuung der Bevölkerung im Fünfjahrplanzeitraum bis 1995 gesichert wird, vom 11.8.1989 (BArch, DQ 1, 12097, unpaginiert)
6.
Beitrag von Herbert Loos beim Workshop „Transformation des Gesundheitswesens in den neuen Bundesländern“, veranstaltet vom Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung im Sommer 2006 in Meißen.
7.
Vgl. Gero Neugebauer, "Sozialcharta" kontra "Sozialreport". Entwürfe zu Wunsch und Wirklichkeit der DDR-Sozialpolitik. In: ZParl 21 (1990), S. 146–8.
8.
Vgl. Thielmann an den Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, 7.11.1989 (BArch, DQ 1, 14919, unpaginiert)
9.
Vgl. Thielmann an den Oberbürgermeister von Berlin (Ost), 5.2.1990 (BArch, DQ 1, 14919, unpaginiert)
10.
Thielmann an Modrow, 21.1.1989 (BArch, DQ 1, 14919, unpaginiert)
11.
Ebd.
12.
Vgl. Wasem, Vom staatlichen zum kassenärztlichen System, S.21.
13.
Vgl. Manfred G. Schmidt, Grundlagen der Sozialpolitik in der DDR. In: Geschichte der Sozialpolitik in Deutschland seit 1945, Bd. 1, Baden-Baden 2001, S.750.
14.
Vgl. Wasem, Vom staatlichen zum kassenärztlichen System, S. 51
15.
Vgl. ebd.
16.
Vgl. ebd.
17.
Vgl. Gesundheitspolitische und beschäftigungspolitische Perspektiven der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV), 5.6.1990 (BArch, DQ 1/14222, unpaginiert)
18.
Vgl. Wasem, Vom staatlichen zum kassenärztlichen System, S. 122f.
19.
Vgl. ebd., S. 123.
20.
Vgl. Wasem, Vom staatlichen zum kassenärztlichen System, S. 124.
21.
Thielmann an die Vorsitzenden des Rates des Bezirkes, 28.2.1990. (BArch, DQ 1, 14919, unpaginiert)
22.
Thielmann an die Ministerin für Arbeit und Löhne, H. Mensch, und die Hauptverantwortlichen für die Ausarbeitung der Sozialcharta, 13.3.1990 (BArch, DQ 1, 14919, unpaginiert)
23.
Vgl. Standpunkte der Regierung der DDR zu sozialen Grundrechten (BArch, DQ 3, 1884, unpaginiert)
24.
Ebd.
25.
Horst Seehofer, „Das faule Ei vom Runden Tisch. Sozialisten lernen nichts dazu“. In: Bayernkurier vom 17.3.1990.
26.
Vgl. Bundesministerium für Arbeits- und Sozialordnung (Hg.), Der Sozialstaat eint: Zur sozialen Einheit Deutschlands - Entwicklungen und Eindrücke. Eine Aufzeichnung von Hans-Ulrich Spree, Baden-Baden 1994, S. 36.
 1. Vgl. Jürgen Wasem, Vom staatlichen zum kassenärztlichen System. EineUntersuchung des Transformationsprozesses der ambulanten ärztlichen Versorgung in Ostdeutschland, Frankfurt/New York, 1997,
S. 39.
 2. Gunnar Winkler (Hg.), Geschichte der Sozialpolitik der DDR 1945–1985, Berlin (Ost) 1989, S. 391.
 3. Vgl. Jürgen Wasem, Von der Poliklinik in die Kassenarztpraxis: Versuch einer Rekonstruktion der Entscheidungssituation ambulant tätiger Ärzte in Ostdeutschland. In: Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln 1992/5, S.134.
 4. Vgl. Wasem, Vom staatlichen zum kassenärztlichen System, S. 48.
 5. Vgl. Analyse und Vorschläge, wie in Fortführung der Gesundheitspolitik der Partei durch höhere Qualität und Effektivität der Arbeit die medizinische und soziale Betreuung der Bevölkerung im Fünfjahrplanzeitraum bis 1995 gesichert wird, vom 11.8.1989 (BArch, DQ 1, 12097, unpaginiert)
6. Beitrag von Herbert Loos beim Workshop „Transformation des Gesundheitswesens in den neuen Bundesländern“, veranstaltet vom Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung im Sommer 2006 in Meißen.
7. Vgl. Gero Neugebauer, "Sozialcharta" kontra "Sozialreport". Entwürfe zu Wunsch und Wirklichkeit der DDR-Sozialpolitik. In: ZParl 21 (1990), S. 146–8.
8. Vgl. Thielmann an den Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, 7.11.1989 (BArch, DQ 1, 14919, unpaginiert)
9. Vgl. Thielmann an den Oberbürgermeister von Berlin (Ost), 5.2.1990 (BArch, DQ 1, 14919, unpaginiert)
10. Thielmann an Modrow, 21.1.1989 (BArch, DQ 1, 14919, unpaginiert)
11. Ebd.
12. Vgl. Wasem, Vom staatlichen zum kassenärztlichen System, S.21.
13. Vgl. Manfred G. Schmidt, Grundlagen der Sozialpolitik in der DDR. In: Geschichte der Sozialpolitik in Deutschland seit 1945, Bd. 1, Baden-Baden 2001, S.750.
14. Vgl. Wasem, Vom staatlichen zum kassenärztlichen System, S. 51
15. Vgl. ebd.
16. Vgl. ebd.
17. Vgl. Gesundheitspolitische und beschäftigungspolitische Perspektiven der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV), 5.6.1990 (BArch, DQ 1/14222, unpaginiert)
18. Vgl. Wasem, Vom staatlichen zum kassenärztlichen System, S. 122f.
19. Vgl. ebd., S. 123.
20. Vgl. Wasem, Vom staatlichen zum kassenärztlichen System, S. 124.
21. Thielmann an die Vorsitzenden des Rates des Bezirkes, 28.2.1990. (BArch, DQ 1, 14919, unpaginiert)
22. Thielmann an die Ministerin für Arbeit und Löhne, H. Mensch, und die Hauptverantwortlichen für die Ausarbeitung der Sozialcharta, 13.3.1990 (BArch, DQ 1, 14919, unpaginiert)
23. Vgl. Standpunkte der Regierung der DDR zu sozialen Grundrechten (BArch, DQ 3, 1884, unpaginiert)
24. Ebd.
25. Horst Seehofer, „Das faule Ei vom Runden Tisch. Sozialisten lernen nichts dazu“. In: Bayernkurier vom 17.3.1990.
26. Vgl. Bundesministerium für Arbeits- und Sozialordnung (Hg.), Der Sozialstaat eint: Zur sozialen Einheit Deutschlands - Entwicklungen und Eindrücke. Eine Aufzeichnung von Hans-Ulrich Spree, Baden-Baden 1994, S. 36.

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