ArchivDeutsches Ärzteblatt PP6/2009Mobilfunk-Studie: Risikofaktoren für Jugendliche erforschen

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Mobilfunk-Studie: Risikofaktoren für Jugendliche erforschen

EB

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LNSLNS Eine internationale multizentrische Studie, an der sich 13 europäische und nicht europäische Länder beteiligen, untersucht die mögliche Verbindung zwischen der Nutzung von Kommunikationsgeräten – wie Mobiltelefonen – sowie anderen Umweltfaktoren und der Entstehung von Gehirntumoren bei jungen Menschen. Die Studie MOBI-KIDS wird durch die Europäische Union und durch nationale Geldgeber finanziert.

Gehirntumoren sind nach den Leukämien die zweithäufigste Krebserkrankung bei Kindern. Die Zahl dieser Tumoren bei jungen Menschen unter 20 Jahren ist in letzter Zeit gestiegen. Bisher weiß man wenig über mögliche Risikofaktoren für die Entstehung von Gehirntumoren. Was die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern betrifft, hat der Gebrauch von Handys und anderen Kommunikationstechnologien stark zugenommen. Ein möglicher Einfluss elektromagnetischer Felder auf die Erkrankung bei jungen Menschen wurde bisher noch nicht untersucht.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren sollen ab 2010 fast 2 000 an Gehirntumoren erkrankte junge Menschen zwischen zehn und 24 Jahren sowie eine gleiche Anzahl junger Menschen ohne Gehirntumor an der Studie teilnehmen. In Deutschland beteiligt sich die Arbeits- und Umweltmedizin des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München an der Studie. EB
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