ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2009Alkoholkonsum: Übergang zur Sucht ist schleichend

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Alkoholkonsum: Übergang zur Sucht ist schleichend

Gieseke, Sunna

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„Alkohol? Kenn Dein Limit.“ – mit diesem Slogan will die BZgA über die Folgen von übermäßigem Trinken aufklären. Foto: epd
„Alkohol? Kenn Dein Limit.“ – mit diesem Slogan will die BZgA über die Folgen von übermäßigem Trinken aufklären. Foto: epd
Der Übergang vom maßvollen Konsum zum Alkoholmissbrauch und zur Alkoholabhängigkeit verläuft schleichend. Dies betonte Prof. Dr. med. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), anlässlich des Starts der Initiative „Alkohol? Kenn Dein Limit“. Ziel des Projekts der Bundeszentrale ist es, Erwachsene für die negativen Folgen übermäßigen Alkoholkonsums zu sensibilisieren und gleichzeitig Wege zu einem maßvollen und risikoarmen Umgang mit Alkohol aufzuzeigen.

Viele Menschen wüssten zum Beispiel nicht, dass die kritische Grenze für einen risikoarmen Alkoholkonsum für Frauen bereits bei zehn bis zwölf Gramm Reinalkohol, also etwa einem Glas Bier, täglich liegt. Bei Männern liege die Grenze bei 20 bis 24 Gramm täglich. Pott betonte, dass auch bei besonderen Anlässen, bei denen Alkohol getrunken werde, die Grenzen des riskanten Konsums beachtet werden sollten. Zudem solle in bestimmten Situationen, wie zum Beispiel am Arbeitsplatz, in der Schwangerschaft oder im Straßenverkehr, ganz auf Alkohol verzichtet werden.

Hintergrund der Initiative ist der hohe Alkoholkonsum in Deutschland. Etwa 9,5 Millionen der 18- bis 64-Jährigen konsumieren riskant Alkohol. Mit der Aktionswoche Alkohol vom 13. bis 21. Juni sollen bundesweit verschiedene Aktionen auf die Problematik hinweisen. sun
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