ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2009Stammzelltransplantation: GKV trägt Arzneimittelkosten

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Stammzelltransplantation: GKV trägt Arzneimittelkosten

Dtsch Arztebl 2009; 106(24): A-1219 / B-1043 / C-1015

Richter-Kuhlmann, Eva

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Eine Übertragung von Blutstammzellen ist für einige Patienten die einzige Chance auf Heilung. Foto: dpa
Eine Übertragung von Blutstammzellen ist für einige Patienten die einzige Chance auf Heilung. Foto: dpa
Patienten mit einer schweren aplastischen Anämie können sich auch weiterhin mit einer allogenen Stammzelltransplantation mit nicht verwandtem Spender zulasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) behandeln lassen. Dies beschloss der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) auf seiner jüngsten Sitzung, nachdem er zuvor den Nutzen der Stammzelltransplantation durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen überprüfen ließ. Voraussetzung für das Inkrafttreten des Beschlusses ist jedoch die Billigung durch das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium.

Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO), die Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie sowie die Deutsche Knochenmarkspenderdatei begrüßten die Entscheidung. Sie bestätige die Aussage der Gesellschaften, dass bei fehlendem Familienspender und einer fehlenden Wirksamkeit der immunsuppressiven Standardtherapie die Blutstammzelltransplantation die einzige Heilungsmöglichkeit sei, erklärte Prof. Dr. med. Gerhard Ehninger, DGHO-Vorsitzender.

Nach einer ebenfalls jahrelangen Diskussion stimmte der G-BA zudem erstmals einem Antrag auf Kostenübernahme einer Prüfmedikation in einer klinischen Studie zu. Nach Ansicht des G-BA sollen die gesetzlichen Krankenkassen künftig die Kosten für die im Rahmen einer klinischen Studie verordneten Arzneimittel zur Therapie von Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen übernehmen. ER
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