ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2009Von schräg unten: Vorzeitige Freiheit
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Dem Artikel kann ich nur voll und ganz zustimmen. Ich habe wegen des an Körperverletzung grenzenden Bürokratiewahnsinns mit 62 Jahren die vorzeitige Freiheit im Ruhestand gewählt. Der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, war die Einführung einer Software zur Qualitätssicherung. Wohlgemerkt, nicht zur Dokumentation der Qualität der Patientenbehandlung, sondern zur Kontrolle der Treffsicherheit der Verschlüsselung für die Verwaltung. Ich habe meinen Entschluss nie bereut und habe seither bei regelmäßigen Einsätzen mit „Ärzte ohne Grenzen“ in Afrika gearbeitet und hier wahre Erfüllung gefunden. Auf dem letzten Chirurgenkongress kam ich mit vielen, auch jüngeren Kollegen ins Gespräch und war wirklich erschrocken, wie unzufrieden die Kollegen heute sind. Sie sind regelrecht unglücklich über den Terror, dem sie von außen (durch Gesetzgebung und Kassen) und von innen durch ihre Geschäftsführungen ausgeliefert sind. Deren Arroganz gegenüber den Ärzten ist nicht zu beschreiben, ihre Allmacht geradezu kafkaesk. Sicher waren die früheren Zustände unter den Halbgöttern in Weiß nicht gut, die Herrschaft der Übergötter im Nadelstreifen ist bedrückend. Ich wundere mich überhaupt nicht, dass so viele Kollegen die Flucht ins Ausland antreten.
Dr. Ulf-H. Knabe, Veilchenweg 26, 82362 Weilheim
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