ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2009CSU-Initiative: Systemwechslern widerstehen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Berufsfreiheit des niedergelassenen Arztes und die Erhaltung seiner Schutzorganisation, der Kassenärztlichen Vereinigung, sind untrennbar miteinander verbunden. Darüber hinaus garantiert die Kassenärztliche Vereinigung dem Gemeinwesen bis heute eine flächendeckende ärztliche Versorgung der Bevölkerung auf hohem Niveau, was weltweit anerkannt ist. Hat sich doch die Kassenärztliche Vereinigung bislang auch gegen sozialistische Experimente wie auch gegen Marktliberalismus behaupten können. Geht jedoch der Sicherstellungsauftrag auf die Krankenkassen über, besteht die Gefahr, dass sachfremde Einflussnahmen auf die ärztliche Tätigkeit und auf das Arzt-Patienten-Verhältnis nicht mehr ausgeschlossen werden können. Die Medizin darf sich ökonomischen Vorgaben nicht unterordnen. Auch ist der breiten Öffentlichkeit vermutlich noch gar nicht bewusst, dass die sogenannten Hausarztverträge für die Versicherten den Verzicht auf die freie Arztwahl bedeuten, was sich vor allem im psychiatrisch-psychotherapeutischen Bereich negativ auswirken kann. Ärzte und Patienten sollten sich daher nicht weiter verunsichern lassen, einig sein, dem bewährten System der kassenärztlichen Versorgung auch in Zukunft vertrauen und den „Systemwechslern“ im eigenen Interesse widerstehen.
Dr. med. Manfred Hohnbaum, Otto-Hahn-Straße 8, 36093 Künzell
Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote