ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2009Arzthelferinnen: Falsches Signal
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Wer vertritt eigentlich noch unsere Interessen? Die bei der Ärztekammer angesiedelte Arbeitsgemeinschaft für die Tarifabschlüsse der Arzthelferinnengehälter (AAA) offensichtlich nicht. Wie kann es sein, dass im Zeitalter der Regelleistungsvolumen und noch bevor die erste Abrechnung unter den Regelleistungsvolumen bei den Kolleginnen und Kollegen angekommen ist, ein Abschluss von plus fünf Prozent (!) als für die Ärzteseite vertretbar ausgehandelt wurde. Wo bleibt der Aufschrei? In unserer etwas größeren Praxis bedeutet ein Plus von fünf Prozent bei den Arzthelferinnengehältern einen fünfstelligen Betrag pro Jahr. Auf der anderen Seite ist unser Fallwert seit Mitte 2008 von 80 Euro auf 50 Euro gefallen. Ob und inwieweit die KV hier wirklich Stützzahlungen leistet, ist völlig unklar. Bleibt es bei dieser Konstellation, bedeutet dies für uns einen sechsstelligen Umsatz- und Gewinnverlust pro Jahr. Zu einem solchen Zeitpunkt ist ein Tarifabschluss von plus fünf Prozent für die Arzthelferinnen das falsche Signal. Ich höre schon Frau Schmidt in einer ihrer zahlreichen TV-Auftritte sagen: „Wer sich einen solchen Tarifabschluss leisten kann, dem kann es ja nicht so schlecht gehen.“ . . .
Michael Rausch, Holzmarkt 1, 45657 Recklinghausen
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