ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2009Telematik: Kreide im Mund
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Großes Misstrauen ist angesagt angesichts der Aussagen des Herrn Schröder. Was versteht er z. B. unter der Unterstützung der ärztlichen Kernfunktionen? Die haben ihn früher nicht mal marginal interessiert, im Gegenteil, wenn überhaupt ein Politiker dieser Ebene den Ärzten nicht wohlgesonnen war und auch weiterhin nicht ist, dann ist es dieser Mann – ich darf an frühere Interviews im DÄ erinnern. In diesem Interview unterdrückt er diese Haltung nur äußerst mühsam – man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Herr Schröder buchstäblich Kreide gefressen hat – die Wahlen lassen grüßen! . . . Wir können nur allen Beteiligten auf der Ärzteseite dringend raten, vor der Einführung der eGK standhaft zu bleiben, bis alle, aber auch alle Probleme, z. B. mit der zentralen Patientendatenspeicherung und der „freiwilligen“ Online-Anbindung der Praxen, definitiv vom Tisch sind. Wenn wir dieses Faustpfand des „Nichteinverstandenseins“ voreilig aus der Hand geben, hat die Ärzteschaft verloren und verkommt zu „Außendienstmitarbeitern“ der Krankenkassen mit täglichem Online-Rapport oder auch direkten, unsichtbaren Computerkontrollen, wie es schon heute durch die Finanzverwaltung bei Banken und Sparkassen gang und gäbe ist. Wehret den Anfängen!
Dr. med. Walther Kaldewey, Teneverstraße 4 a, 28325 Bremen
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