Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Selten hat mich die Veröffentlichung eines Artikels im DÄ so verstört, wie der Politikkommentar des Kollegen Fischer aus Halle. Ich hatte mich 1980 in Halle/Saale zum Medizinstudium beworben und wurde trotz Einserabitur wegen negativer gesellschaftlicher Einstellung (z. B. keine FDJ) abgelehnt. Der Ablehnungsgrund wurde mir, wie seinerzeit üblich, nur mündlich mitgeteilt. Rechtsmittel dagegen hatte ich gar keine. Zwei Jahre später konnte ich dann an der Freien Universität in Berlin mein Medizinstudium beginnen, ohne Klage. Der Kollege Fischer vertritt in seinem Kommentar steinzeitkommunistische Ansichten. Er polarisiert populistisch und hat das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit nicht ansatzweise verstanden. Wie soll sich der frisch gebackene Gymnasiast fühlen, wenn er „durch die finanziellen Vorteile des Elternhauses mehr ,Rechte‘ einfordert, als das nicht so vermögende Schulfreunde können“? Er fordert keine „Rechte“ ein, sondern versucht, auf dem Rechtsweg zu dem ihm zustehenden Recht zu kommen. Das ist der Rechtsstaat, und das wurde mir seinerzeit in Halle verwehrt. Mit einem hinreichend guten Abiturzeugnis benötigt man kein Gericht zum Studieren, außerdem gibt es Prozesskostenhilfe für sozial schwächere Schulfreunde . . .
Dr. med. Matthias Schreiber, Hannoversche Straße 24, 29221 Celle
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige