ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2009Randnotiz: Aktionswoche Alkohol
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LNSLNS Ein lauer Sommerabend in der Hauptstadt – die Menschen strömen nach draußen und genießen das schöne Wetter. Für viele gehört in solchen Momenten ein kühles Bier oder eine erfrischende Weinschorle zum gemütlichen Feierabend dazu. Auch in den Biergärten entlang der Spree genehmigt man sich in geselliger Runde das ein oder andere Gläschen.

Bei den Sommerfesten der zahlreichen Verbände in der Hauptstadt wird ebenfalls reichlich Alkohol ausgeschenkt. Während Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ihre Begrüßungsrede hält, reichen die Kellner Sekt, Wein und Bier, und die Gäste greifen gerne und reichlich zu. An solchen Abenden denkt sicherlich niemand daran, dass übermäßiger Alkoholkonsum schädlich ist. Und die Warnung der Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Prof. Dr. med. Elisabeth Pott, dass man bei jedem Anlass, bei dem Alkohol getrunken wird, immer das rechte Maß einhalten sollte, ist vermutlich auch den meisten egal.

„Alkohol – kenn Dein Limit“ heißt die Aktion der Drogenbeauftragen der Bundesregierung, Sabine Bätzing, der BZgA und der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (dazu auch Beitrag in diesem Heft). Mit einer bundesweiten Kampagne will man auf die Folgen des übermäßigen Alkoholkonsums aufmerksam machen und besonders Erwachsene für das Thema sensibilisieren. Mehr als 100 Aktionen waren in einer Woche allein in Berlin geplant.

Viel mitbekommen hat man davon im Stadtbild nicht. Und manch leidenschaftlicher Biergartenbesucher dürfte die „Aktionswoche Alkohol“ für einen vollen Erfolg gehalten haben.
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