ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2009UNICEF-Report: Kampf gegen sexuelle Gewalt verstärken

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UNICEF-Report: Kampf gegen sexuelle Gewalt verstärken

Rose, Christina

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Massengeschäft im Internet: Der UNICEF-Report prangert eine Zunahme der Kinderpornografie an. Foto: dpa
Massengeschäft im Internet: Der UNICEF-Report prangert eine Zunahme der Kinderpornografie an. Foto: dpa
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF hat dazu aufgerufen, sexuelle Gewalt gegen Kinder stärker zu bekämpfen. Unter dem Titel „Stoppt sexuelle Ausbeutung!“ stellte die Organisation in Berlin ihren Report 2009 vor.

Weltweit werden nach Schätzungen der Vereinten Nationen jährlich rund 150 Millionen Mädchen und 73 Millionen Jungen unter 18 Jahren zum Sex gezwungen. Oft beginne der Missbrauch in der eigenen Familie. Gleichzeitig, so UNICEF, ermögliche das Internet die weltweite Verbreitung der Bilder des Missbrauchs und damit auch eine neue Form der Ausbeutung.

„Wir dürfen nicht länger das Massengeschäft dulden, das mit diesen grauenhaften, für jedermann zugänglichen Bildern über das Internet betrieben wird. Deshalb ist es so wichtig, die Seiten mit Kinderpornografie im Internet zu sperren“, sagte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU). Die Zahl der missbrauchten Kinder, deren Bilder aktuell im Netz verbreitet werden, schätzt Interpol auf bis zu 20.000.

Reiche Länder müssen nach Ansicht von UNICEF-Geschäftsführerin Regine Stachelhaus Vorreiter sein beim weltweiten Kampf gegen Menschenhandel, Kinderprostitution und Kinderpornografie: „Täter müssen über nationale Grenzen hinweg verfolgt werden. Um Kinder wirksam zu schützen, sind mehr Daten und Informationen über die Verbrechen und die Strategien der Täter notwendig.“ CR
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