ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2009HIV/Aids-Behandlung: Einheitliche Standards in den Praxen

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HIV/Aids-Behandlung: Einheitliche Standards in den Praxen

Korzilius, Heike

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Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) haben sich am 17. Juni im Bewertungsausschuss auf bundesweit einheitliche Standards für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit HIV/ Aids geeinigt. Über die Finanzierung wurde ebenfalls eine Einigung erzielt, wie die beiden Organisationen mitteilten.

Danach wird vom 1. Juli an ein neuer Abschnitt 30.10 für Leistungen der spezialisierten Versorgung HIV-infizierter Patienten in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgenommen. Darunter fällt unter anderem eine Zusatzpauschale für die qualitätsgesicherte Behandlung von HIV-Patienten in Höhe von 45,50 Euro.

Wird der Patient mit antiretroviralen Medikamenten behandelt, können als Zuschlag zur Zusatzpauschale noch einmal 30,63 Euro abgerechnet werden. Alternativ können neben der Zusatzpauschale 61,25 Euro berechnet werden, wenn eine HIV-assoziierte Erkrankung oder eine Koinfektion vorliegt. Allerdings müssen bestimmte Bedingungen, wie ein oder mehrere persönliche Kontakte zwischen Arzt und Patient, erfüllt sein. Zusatzpauschale und Zuschläge können jeweils einmal im Behandlungsfall abgerechnet werden.

Voraussetzung dafür, dass ein Arzt die Leistungen dieses Abschnitts zulasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung erbringen darf, ist die Genehmigung seiner Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Die KV entscheidet anhand der Qualitätssicherungs-Vereinbarung zur spezialisierten Versorgung von Patienten mit HIV-Infektion, die zeitgleich in Kraft tritt (§ 135 Absatz 2 SGB V). HK
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