ArchivDeutsches Ärzteblatt21/1997Risiko-Lebensversicherung: Voller Schutz für junge Ärzte und Ärztinnen

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Risiko-Lebensversicherung: Voller Schutz für junge Ärzte und Ärztinnen

rco

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LNSLNS Gibt es das eigentlich, eine Lebensversicherung, bei der nach Vertragsende nichts ausgezahlt wird? Und lohnt das denn überhaupt? Zweimal muß die Antwort "ja" lauten. Der Erfolg der Risikoversicherung zeigt, warum das so ist.
Zwei Versicherungsformen der Lebensversicherung haben an Bedeutung zugenommen. Die eine ist bekannt, macht sie doch ein Drittel des Gesamtgeschäfts der Lebensversicherer aus. Es ist die Risikoversicherung. Weniger bekannt, aber dennoch sehr beliebt, ist ein Angebot der Branche mit Zukunft: die Berufsunfähigkeitsversicherung.
Beide haben eine besondere Bedeutung. Die Prämien sind gering. Sie bieten im Ernstfall einen hohen finanziellen Schutz, und sie sichern das ab, was der Staat jetzt durch gesetzliche Maßnahmen zumindest für Freiberufler abbaut, zum Beispiel den Bezug von Berufsunfähigkeitsrente. Die Risiko- und Berufsunfähigkeitsversicherung können auch gemeinsam abgeschlossen werden. Einige wenige Versicherer bieten sie als Paket an.


Risikoversicherung
Diese Versicherung wird nur im Todesfall ausgezahlt. Darum brauchen für sie auch nur relativ geringe Beiträge gezahlt zu werden. Sie hat keine Bedeutung bei der Alterssicherung, aber herausragende Vorteile zur finanziellen Absicherung von Verpflichtungen. Darum dient sie vornehmlich dazu, Hypotheken für ein neues Haus oder ähnliche Ratenzahlungen abzusichern. Kapital wird bei dieser Vertragsform nicht gebildet. Die preisgünstige Versicherung wird vor allem von jungen Ärztinnen und Ärzten gewählt, die noch mit geringem Einkommen auskommen müssen. Vielfach beträgt die Laufzeit nur zehn Jahre oder auch weniger. Nach Ablauf dieser Zeit - und wenn das Einkommen gestiegen ist - kann die Risikoversicherung meist ohne eine erneute Gesundheitsprüfung in eine Lebensversicherung mit Kapitalbildung umgewandelt werden.
Achtung bei Vertragsabschluß: Für den Todesfall des Versicherten ist ein Bezugsberechtigter anzugeben, im Normalfall der Ehepartner. Die Bezugsberechtigung kann dann nur noch mit Einwilligung des unwiderruflichen Bezugsberechtigten geändert werden. Darum sollte die Bezugsberechtigung grundsätzlich nur widerruflich erfolgen.


Berufsunfähigkeit
Nach den Einschränkungen für Selbständige in der gesetzlichen Rentenversicherung dürfte die neue "selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung" eine größere Chance haben, sich am Markt durchzusetzen. Oft wird die Versicherung mit einer Hauptversicherung - zum Beispiel einer Risikoversicherung - angeboten. Vom Versicherungsinhalt her gibt es keinen Unterschied, allerdings bei den Prämien.
Zweck dieser Versicherungsform ist es, vor allem Freiberufler und Selbständige als Berufsanfänger vor den finanziellen Folgen früher Berufsunfähigkeit zu schützen: der Versicherte erhält bei Berufsunfähigkeit sofort und ohne jede Wartezeit die vereinbarte Rente. Als Zusatzversicherung zu einer Hauptversicherung wird meist gleichzeitig vereinbart, daß im Versicherungsfall die Hauptversicherung beitragsfrei weitergeführt wird. Die vereinbarte Rente wird meist schon bei 50prozentiger Berufsunfähigkeit gezahlt, wenn der Versicherungsfall eintritt.
Schlechtere Vertragsbedingungen hat meist die selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Abschluß einer weiteren Versicherung. Die Höhe der Rente hängt vielfach vom Invaliditätsgrad ab. Bei 25prozentiger Invalidität wird der entsprechende Teil der vereinbarten Rente gezahlt, in voller Höhe fällt die Rente oft erst mit 75prozentiger Invalidität an. Vertragsende und damit auch Ende der Rentenzahlung wird meist bei Männern auf das 65. Lebensjahr festgelegt. rco

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