ArchivDeutsches Ärzteblatt26/20093 Fragen an … Dr. med. Renate Rosenberg, Fachärztin für Geburtsmedizin im Franziskuscarré Münster

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3 Fragen an … Dr. med. Renate Rosenberg, Fachärztin für Geburtsmedizin im Franziskuscarré Münster

Flintrop, Jens

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Dr. med. Renate Rosenberg, Fachärztin für Geburtsmedizin im Franziskuscarré Münster
Dr. med. Renate Rosenberg, Fachärztin für Geburtsmedizin im Franziskuscarré Münster
Wären Sie auch in das Carré eingezogen, wenn das Hospital ein MVZ statt des Ärztehauses gegründet hätte?

Rosenberg: Wohl eher nicht. Dafür habe ich die Unabhängigkeit in den 13 Jahren meiner Selbstständigkeit zu sehr schätzen gelernt. Mir hat die Kombination gefallen: Einerseits bleibe ich selbstständig, zugleich profitieren meine Patientinnen von einer besseren Verzahnung.

Wovon profitieren die Patientinnen konkret?

Rosenberg: Wir sind eine Zuweisungspraxis für Pränataldiagnostik. In heiklen Fällen können wir jetzt schnell noch einen Kinderarzt aus dem Carré oder einen Kollegen aus der Geburtshilfe des Krankenhauses hinzuholen und offene Fragen schnell klären. Das ist für die Patientin viel angenehmer, als erst noch einen Termin vereinbaren zu müssen und dann auf einen Arzt zu treffen, der das Problem vielleicht nur aus einem Arztbrief kennt. Das Ganze hat auch eine menschliche Dimension . . .

. . . und für das Krankenhaus eine monetäre, weil Ihre Patientinnen im St.-Franziskus-Hospital entbinden.

Rosenberg: Nicht unbedingt. Ich kann es mir nicht leisten, den Eindruck zu vermitteln, nur noch mit dem St. Franziskus zusammenzuarbeiten. Denn ich lebe ja von meinen Zuweisern, und die haben zum Teil andere Krankenhäuser, mit denen sie kooperieren. Da greife ich nicht steuernd ein. Unabhängig davon scheinen aber, nach Aussage der Geburtshilfe, sehr viele der Patientinnen, die hier punktuell untersucht worden sind, im St. Franziskus zu entbinden.
Fragen: Jens Flintrop
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