ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2009Schweinegrippe: Deutschland gut gerüstet für die Pandemie

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Schweinegrippe: Deutschland gut gerüstet für die Pandemie

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Zufrieden mit den Maßnahmen: Thüringens Gesundheitsministerin Christine Lieberknecht und Ulla Schmidt (von links). Foto: dpa
Zufrieden mit den Maßnahmen: Thüringens Gesundheitsministerin Christine Lieberknecht und Ulla Schmidt (von links). Foto: dpa
Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern sehen Deutschland gut gerüstet für die Schweinegrippe-Pandemie. Von staatlicher Seite seien bisher für mehr als 30 Prozent der Bevölkerung antivirale Medikamente eingelagert worden, mit der die Grippesymptome gut behandelt werden können, heißt es in einer Erklärung zum Abschluss der Gesundheitsministerkonferenz in Erfurt. Zudem sei durch Verträge mit Pharmaherstellern, die sich zur Bereitstellung von Impfstoffen verpflichtet haben, eine ausreichende Vorsorge getroffen worden.

Trotz steigender Krankheitszahlen besteht nach Ansicht der Gesundheitsminister derzeit „keine allgemeine Infektionsgefahr“ in Deutschland. Die Krankheitsverläufe seien in aller Regel milde. In Deutschland sind bisher mehr als 330 Menschen an der Schweinegrippe erkrankt, für die die Weltgesundheitsorganisation die Pandemiestufe ausgerufen hatte. Mit einem Impfstoff wird erst im Herbst gerechnet. Experten schließen nicht aus, dass die Schweinegrippe im Herbst mit der normalen Influenzasaison wiederkommt, sich verändert und auch die Symptome schwerer verlaufen als bisher.

Darüber hinaus beschlossen die Minister einstimmig die Erarbeitung eines „Nationalen Impfplans“. Er soll zur nächsten Gesundheitsministerkonferenz im kommenden Jahr vorgelegt werden. Alle Beteiligten seien sich einig, dass Impfen der wirksamste Schutz gegen die Ausbreitung gefährlicher Infektionskrankheiten sei. Daher solle künftig stärker über Erkrankungen und Schutzmöglichkeiten informiert werden.

Die Gesundheitsminister einigten sich zudem auf Bochum als Standort für das länderübergreifende elektronische Berufsregister für Gesundheitsfachberufe. Damit sei ein weiterer Schritt für die Anwendung der elektronischen Gesundheitskarte vollzogen. afp
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