ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2009TK-Studie: Zeitarbeiter öfter krank als andere Arbeitnehmer

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TK-Studie: Zeitarbeiter öfter krank als andere Arbeitnehmer

Dtsch Arztebl 2009; 106(27): A-1393 / B-1185 / C-1153

Rieser, Sabine

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LNSLNS Beschäftigte in Zeitarbeit waren mit durchschnittlich 14,7 Fehltagen im Jahr 2008 vier Tage länger krankgeschrieben als Beschäftigte in anderen Branchen. Das geht aus einem Gesundheitsreport hervor, den die Techniker-Krankenkassen (TK) mit dem Bundesverband Zeitarbeit (BZA) in Berlin vorstellten.

Krankschreibungen vermeiden: Die TK appelliert an Betriebe, auch die Gesundheit von Zeitarbeitern zu fördern. Foto: Keystone
Krankschreibungen vermeiden: Die TK appelliert an Betriebe, auch die Gesundheit von Zeitarbeitern zu fördern. Foto: Keystone
Grundlage dafür sind die Daten von rund 38 000 Zeitarbeitern bei der TK. Danach sind diese von nahezu allen Krankheiten häufiger betroffen als Beschäftigte in anderen Branchen. Die Daten der TK sind allerdings nicht repräsentativ für alle Kassen. Der TK-Vorstandsvorsitzende Norbert Klusen verwies darauf, dass der höhere Krankenstand zunächst einmal dadurch bedingt sei, dass „in der Zeitarbeitsbranche vermittelte Tätigkeiten zu einem guten Teil körperlich schwere Arbeiten sind: Viele Zeitarbeiter sind im Lager- und Transportbereich, als Installateure, Monteure oder Hilfsarbeiter tätig.“ Diese Berufsfelder wiesen erfahrungsgemäß höhere Fehlzeiten auf, so Klusen.

BZA-Präsident Volker Enkerts bestätigte dies: Während in der gesamten Industrie inzwischen weniger als ein Prozent der Beschäftigten ohne Ausbildung sei, belaufe sich der Anteil der vermittelten Helfer und Nichtausgebildeten bei Zeitarbeitsfirmen auf etwa 30 Prozent.

Nach der Analyse belastet jedoch auch das Zeitarbeitsverhältnis an sich die Beschäftigten: Sie leiden unter anderem unter der Arbeits-platzunsicherheit und ihrer Einkommenssituation. Rie
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