ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2009Von schräg unten: Die letzten Schurken
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Wie vermutlich viele andere Leser des DÄ auch, freuen wir uns immer auf die Satiren von Dr. Böhmeke. Doch halt: Was steht da in einem sonst sehr lustigen kleinen Artikel? Wie schätzt Kollege Böhmeke sich ein? Auf die Frage: Arbeiten Sie für die „Pharmazie“ antwortet er, mehr zu sich selbst: „So weit ist es, bei genauerer Betrachtung, bei mir noch nicht gekommen.“ Zwar subtil formuliert, aber doch eindeutig: Mit denen möchte er nicht in einen Topf geworfen werden. Es scheint ein gesamtkulturelles Phänomen zu sein, von „Auf der Flucht“ (Dr. Kimble, genau) bis zum „Ewigen Gärtner“, vom Tatort bis zur SOKO, von Ulla Schmidt bis Karl Lauterbach: Nachdem wir alle Nichtraucher geworden sind und auch kaum noch trinken, Pazifisten sind wir ohnehin, scheint die Pharmaindustrie (oder die „Pharmazie“, in den Worten der sympathischen älteren Dame) die letzten vollwertigen Schurken abzugeben, auf die einzuschlagen nicht nur völlig risikolos ist, sondern sich auch meist breiter Zustimmung sicher sein kann.

Es scheint angebracht, daran zu erinnern, dass Medikamente wohl noch auf absehbare Zeit eine der wichtigsten Therapiemöglichkeiten darstellen. Kollege Böhmeke möge sich in seiner Praxis umschauen – als Kardiologe kommt er sicher nicht ganz ohne Medikamente aus. Wir freuen uns auf weitere treffsichere Satiren von ihm.

Dr. med. Dietrich Bosse, Dr. med. Christian Freitag,
Forschung und Entwicklung, Clinical Research and Development, Shire Pharmaceutical Development, Chineham Basingstoke, Hampshire RG24 8EP, United Kingdom
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