ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2009Osteoporose: Weniger Schmerzmittel unter Bisphosphonat

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Osteoporose: Weniger Schmerzmittel unter Bisphosphonat

Vetter, Christine

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LNSLNS Ibandronat, einmal im Monat oder im Quartal gegeben, steigert die gesundheitsbezogene Lebensqualität.

Nicht nur die Wirksamkeit einer Medikation bestimmt den Behandlungserfolg, sondern auch die Zufriedenheit der Patienten mit der Therapie, weil sie die Basis einer guten Compliance ist. Das zeigt das Beispiel des Bisphosphonats Ibandronat, das entweder als Quartalsspritze (3 mg i.v.) oder als Monatstablette (150 mg) gegeben werden kann.

Dass es sich bei Ibandronat um eine sehr wirksame Substanz handelt, zeigen nach Aussage von Dr. Stefan Reinsdorf (Frankfurt/Main) Studiendaten, die für das Bisphosphonat eine Risikoreduktion von 62 Prozent für neue Wirbelfrakturen und bei Patienten mit erhöhtem Risiko eine Verringerung der Rate nicht vertebraler Frakturen um 69 Prozent ausweisen.

An Wirbelsäule und Schenkelhals sind bei Patienten mit Osteoporose Frakturen am häufigsten lokalisiert.
An Wirbelsäule und Schenkelhals sind bei Patienten mit Osteoporose Frakturen am häufigsten lokalisiert.
Aktuelle Daten belegen nunmehr, dass Ibandronat sich nicht nur durch eine gute klinische Wirksamkeit auszeichnet, sondern auch von den Patienten gut akzeptiert wird – im Praxisalltag mindestens ebenso gut wie unter Studienbedingungen. So stellte Prof. Dr. med. Dieter Felsenberg (Berlin) bei einem Symposium anlässlich des Kongresses Osteologie 2009 in Frankfurt/Main die ersten Ergebnisse einer prospektiven, nicht interventionellen Untersuchung über zwölf Monate bei nahezu 13 000 Frauen in Deutschland vor. Bei mehr als 9 500 Frauen liegen inzwischen Erfahrungen über sechs Monate der Einnahme vor, wobei sich nach Angabe von Felsenberg in dieser Zwischenanalyse eine hohe Patientenzufriedenheit mit der Medikation ergeben hat: Die Zufriedenheit der Patientinnen mit der Monatstablette war gut bis sehr gut, und mehr als 90 Prozent der Frauen gaben eine gute bis sehr gute Anwenderfreundlichkeit der Behandlung und sogar 95 Prozent eine gute bis sehr gute Verträglichkeit an.

Wie der Wissenschaftler ausführte, berichteten die Frauen über eine signifikante Besserung der osteoporosebedingten Schmerzen nach drei und nach sechs Monaten. Gleichzeitig sei eine deutliche Reduktion der osteoporosebedingten Einschränkungen, wie etwa der Mobilität, zu verzeichnen gewesen. Dies habe sich auch in einem geringeren Analgetikaverbrauch bemerkbar gemacht: Während zu Beginn der Erhebung 54 Prozent der Frauen in der Woche vor der Untersuchung Schmerzmittel hatten einnehmen müssen, waren es nach sechs Monaten der Therapie mit dem Bisphosphonat nur noch 33 Prozent.

„Die Behandlung führte insgesamt zu einer deutlichen Steigerung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität der Frauen“, betonte Felsenberg. Das erklärt nach seinen Worten auch die mit mehr als 90 Prozent gute Compliance der Frauen, die das Bisphosphonat über sechs Monate „vollständig und regelmäßig einnahmen“. Gut 92 Prozent der Frauen gaben auf Befragen an, Ibandronat auch künftig weiter anwenden zu wollen.
Christine Vetter

Symposium und Presse-Roundtable „Bonviva (Ibandronat) – neue Evidenz aus Klinik und Praxis“ beim Kongress Osteologie 2009 in Frankfurt/Main, Veranstalter: Glaxosmithkline und Roche-Pharma
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