ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2009Reisemedizin: Was bei Kontakt mit Quallen zu beachten ist

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Reisemedizin: Was bei Kontakt mit Quallen zu beachten ist

Dtsch Arztebl 2009; 106(28-29): A-1438 / B-1226 / C-1194

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Feuerquallen sind maximal 30 Zentimeter groß, haben aber meterlange Fangfäden. Foto: Superbild
Feuerquallen sind maximal 30 Zentimeter groß, haben aber meterlange Fangfäden. Foto: Superbild
Immer wieder kommen Menschen im Mittelmeer, aber auch in der Nord- und Ostsee mit Quallen in Kontakt. Am häufigsten treffen sie dort auf Feuerquallen, deren Fangfäden Verbrennungen verursachen können. Besonders schmerzhaft ist der Kontakt mit der im Mittelmeer beheimateten Leuchtqualle. Sie ist kleiner, kann aber bis zu zehn Meter lange, haarfeine Tentakeln ausbilden.

„In europäischen Gewässern gibt es bisher keine Quallen, die lebensgefährliche Verletzungen verursachen können. Allerdings sollte man sofort das Wasser verlassen und keinesfalls mit der Hand an der verletzten Hautstelle reiben“, empfiehlt Priv.-Doz. Dr. med. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Reisemedizin in Düsseldorf. „Meistens sitzen noch zahlreiche ungeplatzte Nesselkapseln auf der Haut, die abgenommen werden müssen, ohne sie zu zerstören.“ Diese könnten mit Salzwasser (kein Süßwasser) abgespült oder mit einer Pinzette vorsichtig entfernt werden.

Essig und Rasierschaum verhindern ein Aufplatzen der Kapseln, die nach dem Trocknen mit einem stumpfen Gegenstand abgeschabt werden können. Alternativ kann man die Haut an der Luft trocknen lassen und die Kapseln anschließend mit trockenem Sand abreiben – allerdings nicht mit bloßen Händen. Für die Kühlung eignet sich eine antihistaminhaltige Salbe. EB
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