ArchivDeutsches Ärzteblatt PP7/2009Psychotherapie: Auch bei körperbehinderten Kindern hilfreich

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Psychotherapie: Auch bei körperbehinderten Kindern hilfreich

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LNSLNS Nach C. G. Jung handelt es sich bei der Psyche um ein selbstregulierendes System, in welchem Ordnungselemente (Archetypen) als dynamische a priori anordnende Faktoren sowohl seelische als auch körperliche Entwicklungen einleiten. Der Sinn psychotherapeutischer Interaktion lag für ihn in der Begegnung und Integration unbekannter psychischer Faktoren und Strukturen. Diesen Ansatz übernahmen Kinderpsychologen aus Zürich zur Entwicklung eines Therapieverfahrens, mit dessen Hilfe selbstregulierende psychische und physische Prozesse bei körperbehinderten Kindern mit psychischen Störungen angeregt werden sollen. Anhand einer Gruppe von 25 betroffenen Kindern zeigte sich, dass spieltherapeutisch orientierte Psychotherapie dabei helfen kann, psychische und körperliche Blockaden in integrierte Erlebens- und Verhaltensweisen umzuwandeln. Dadurch wurden die Kinder selbstbewusster, kommunikativer und angstfreier. Gleichzeitig bildeten sich Symptome psychopathologischer Störungsbilder zurück, und es kam zur körperlichen Reorganisation. Dies zeigte sich zum Beispiel am Rückgang spastischer Störungen sowie am Zuwachs der Beweglichkeit und der Gleichgewichtsstabilität. Darüber hinaus bewirkten die psychotherapeutischen Angebote auch neuronale Veränderungen, die zu einer Verbesserung der Grob- und Feinmotorik und der Willkür- und Sprechmotorik führten. ms

Mindell R, Zimmermann D: Psychotherapie körperbehinderter Kinder und Jugendlicher. Implikationen eines Paradigmawechsels. Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie 2009; 58(2): 51–64.
Robin Mindell und Daniel Zimmermann, SPIELZEIT Kinderpsychotherapie, Spyristraße 7, CH-8044 Zürich, E-Mail: robin.mindell@spielzeit.ch, daniel.zimmermann@spielzeit.ch
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